Sternwanderung gegen Windkraftanlagen im Odenwald am 05.02.2017

Am Sonntag, den 05. Februar 2017 trafen sich engagierte Heiligkreuzsteinacher Bürgerinnen und Bürger zu einer Sternwanderung zum Adlerstein. In dessen Nähe, genauer gesagt am Stillfüssel, sollen demnächst fünf (die sechste ist noch in Planung) über 200 Meter hohe Windkraftanlagen gebaut werden. Nach den Anlagen am Greiner Eck wäre das dann der zweite große Windpark im Einzugsbereich von Heiligkreuzsteinach. Und das ist erst der Anfang, weitere Anlagen sind bei Schönmattenwaag (Flockenbusch) sowie auf der Stiefelhöhe und am Lichtenklinger Hof geplant. Alle diese Anlagen stehen auf hessischer Gemarkung, haben aber direkten Einfluss auf die Bewohner von Heiligkreuzsteinach. Hinzu kommen mit großer Wahrscheinlichkeit dann noch weitere Anlagen auf badischer Seite. Die Planungen hierzu laufen schon! Um genau das zu verhindern, haben sich deshalb die Heiligkreuzsteinacher BI Lebenswerter Odenwald, die BI Gegenwind Siedelsbrunn und die BI Gegenwind Ulfenbachtal zu einer Sternwanderung entschlossen. Mit 100 Mitstreitern unter der Leitung von Dr. Richard Leiner von der Initiative „Rettet den Odenwald“  startete die Heiligkreuzsteinacher Gruppe vom Lichtenklinger Hof in Eiterbach. Zeitgleich machten sich die anderen BIs aus Siedelsbrunn und dem Ulfenbachtal ebenfalls auf den Weg. Um 12:15 Uhr trafen dann alle Beteiligten auf der Adlersteinwiese zu einer Kundgebung ein und machten ihrem Unmut gegenüber der hessischen Landesregierung Luft. Der SWR war ebenfalls vor Ort und nahm das Geschehen rund um die über 400 Demonstranten auf. Bei dieser Kundgebung wurde wieder einmal deutlich, wie skrupellos die Windkraftbetreiber vorgehen. Wenige Tage zuvor wurde nämlich ein von der Entega – das Energieunternehmen, in dessen Auftrag die Anlagen gebaut werden - beauftragtes Team dabei beobachtet, wie sie den Horst eines Uhus bzw. einer Waldohreule zerstörten. Was aber noch viel schlimmer ist, ist die Ignoranz der Entscheider im Regierungspräsidium Darmstadt. Hintergrund: Das Vorhandensein eines Horstes dieser Eulenarten bedeutet zwangsläufig das Aus jedweden Baus  von Anlagen im Wald. Diese Tatsache und auch das nachgewiesene Vorkommen des Schwarzstorches ist generell ein absolutes KO-Kriterium für den Bau von WKAs. Diese Vorgehensweise macht uns fassungslos und man fragt sich, ob das noch unser Deutschland ist oder eher eine Bananenrepublik, wo Recht und Ordnung keine allzu große Rolle mehr spielen. Unsere BI bekommt fast täglich mehr Zulauf und mittlerweile begreifen immer mehr Menschen, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht bzw. sich eine kleine Gruppe auf Kosten der Allgemeinheit bereichert. Alle, die interessiert sind, laden wir zu unserer nächsten Sitzung im Hirsch am 15.02.2017 ein. Hier gibt es weitere Informationen.

Rückblick auf die Informationsveranstaltung an 15.02.2017

Eine fröhliche Versammlung war es nicht gerade, die am Mittwoch im Heiligkreuzsteinascher Gasthaus "Zum Hirsch" stattfand. Die BI "Lebenswerter Odenwald" hatte geladen und viele waren gekommen, um sich über den Stand der Dinge zu informieren und auszutauschen. Frust musste verdaut werden angesichts des Riesenpolizeiaufgebots, das wenige Tage zuvor die Sitzblockade der rund 30 Rodungsgegner am "Stillfüssel" beendete. Angesichts des unnachgiebigen Schulterschlusses von Regierungspräsidium Darmstadt und des Stromversorgers  ENTEGA machte sich Ratlosigkeit breit. Es musste festgestellt werden, dass ganz offensichtlich weder die politischen Parteien noch der BUND dem Kahlschlag am "Stillfüssel" etwas entgegensetzen wollen. Weil doch die Windkraft gegenüber anderen Energieerzeugern so umweltfreundlich ist... Außer Acht gelassen werde dabei allerdings, so wurde betont, dass Windräder nicht in den Wald gehören, da zusammenhängende Waldgebiete zerstört werden und die Natur nachhaltig zerstört wird. Auch die Risiken sind nicht kalkulierbar. Es besteht eine erhöhte Waldbrandgefahr und im Winter droht Eisschlag, so dass Wege im Umkreis von einigen Kilometern nicht mehr betreten werden sollten, bei Temperaturen um die 0° Celsius .

Interessant war auch die Info, dass der Aufsichtsratvorsitzende der Windkraftfirma gleichzeitig  der Oberbürgermeister von Darmstadt ist und im März  zur Wiederwahl antritt. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
Auf Fassungslosigkeit stieß der gezeigte Film über die rücksichtslose Verspargelung des Hunsrücks, wobei  im Soonwald vor einem schlimmen Kahlschlag nicht zurückgeschreckt wurde. Der vernichtete Soonwaldsteig hat dort längst einer Industrielandschaft Platz gemacht. Hauptsache in der Gemeindekasse klingelt ein bisschen Geld. Dafür wird der Wald halt geköpft. Jetzt ist der Odenwald offenbar an der Reihe.

Rückblick Gründungsversammlung Lebenswerter Odenwald e.V am 21.03.2017

Am 21.03.2017 fand die Gründungsversammlung unseres Vereins im Gasthaus Zur Goldenen Krone in Eiterbach statt.

22 Gründungsmitglieder sowie Vertreter der Presse waren anwesend.

Der Eintragungsprozess im Vereinsregister läuft, die Anerkennung der Gemeinnützigkeit ist bereits bestätigt.

 

 

Rückblick Infostand in Heiligkreuzsteinach am Marktplatz am 06.05.2017

Am Samstag, 06.05.2017 fand unser 1. Informationsstand in Heiligkreuzsteinach statt. Wir waren ganz begeistert von den interessierten Bürgern mit denen sich gute Gespräche entwickelten. Viele Stellungnahmen gegen den Regionalplan zur Windenergie in Südhessen wurden unterschrieben.

 

Rückblick auf den Infoabend im Gasthaus Goldener Hirsch am 10.05.2017

Am Mittwoch, 10.05.2017 hielt Dr. Ulrich Weinhold einen Vortrag über die Bedeutung des Landschafts- und Artenschutzes.

Hierbei wurden die Zusammenhänge zwischen den Windkraftanlagen, deren Planung und dem Landschafts- bzw. Artenschutzes verdeutlicht. Erfreulicherweise wurden während der Veranstaltung viele Einwände gegen den Regionalplan zur Windenergie in Südhessen unterschrieben. Diese Einwände sind sehr wichtig um das Inkrafttreten des Regionalplanes und damit weitere Windkraftanlagen zur verhindern. Die Widerspruchsfrist endet am 01.06.2017.  Der Vortrag und Vorlagen für diese Einwände befinden sich im Download Bereich.

 

Rückblick auf den Filmabend im Bürgersaal von Heiligkreuzsteinach am 19.05.2017

Der Film zeigte einen Vortrag zur Energiewende von Prof. Hans Werner Sinn aus dem Dezember 2013.  Folgende Inhalte wurden behandelt:

  • Treibhauseffekt und Klimaerwärmung
  • Erneuerbare Energie aus Wind, Sonnenkraft und Biomasse
  • Aufschlüsselung des Endenergieverbrauchs und den Anteil der regenerativen Energien daran.
  • Kern- und Kohlekraft. Ist ein doppelter Ausstieg realistisch?

Es wurden erstaunliche Zahlen, Fakten und Zusammenhänge dargestellt, welche die Zuhörer mehrfach ins Staunen brachte. Unter den zahlreichen Zuhörern befand sich auch die Bürgermeisterin von Heiligkreuzsteinach Sieglinde Pfahl. Viele Anwesende nutzen die Gelegenheit um Einwände gegen den Regionalplan von Südhessen zu schreiben. 

 

 

Rückblick auf den Neubürgerempfang im Rathaus von Heiligkreuzsteinach am 27.05.2017

Unser Verein stellte sich im Rahmen dieser Veranstaltung den Neubürgern des Ortes vor. Es gab zahlreiche Gespräche über den Sinn dieser Windkraftanlagen in unserer windschwachen Region und die damit verbundenen Zerstörung der Natur.

 

 

Rückblick auf den 2. Infostand in Heiligkreuzsteinach am Marktplatz am 27.05.2017

Am Samstag, 27.05.2017 fand unser 2. Informationsstand in Heiligkreuzsteinach statt. Durch die vielen Veröffentlichungen im Amtsblatt und unsere aktive Vereinsarbeit konnten viele Bürger über das bevorstehende Ausmaß der geplanten Windkraftanlagen in unserer unmittelbaren Umgebung und deren Risiken informiert werden. Erneut wurden viele Stellungnahmen gegen den Regionalplan zur Windenergie in Südhessen unterschrieben. Unser Verein hat nun mehr als 500 Einwände gegen diesen Regionalplan gesammelt.

 

Rückblick Aufruf für Einwände gegen die Planung von Eberbach (Ende der Einwandsfrist 30.6.2017)

 Die Stadt Eberbach will nun einen Teilflächennutzungsplan (TFNP) Windenergie zur Ausweisung von Konzentrationszonen für Windenergieanlagen (WEA) aufstellen. In der derzeitigen Offenlage sind folgende Standorte enthalten:

  • Hohe Warte
  • Augstel
  • Hebert
  • Brombach Nord

Brombach Nord grenzt unmittelbar an den bereits beantragten Windpark Flockenbusch mit drei WEA. Auf der Vorrangfläche der Stadt Eberbach für Brombach Nord wäre Platz für _weitere ca. 7 WEA. Damit  könnten in naher Zukunft 10 WEA auf diesem Berg stehen! Aus diesem Grunde ist es enorm wichtig, dass JEDER  nun auch an die Stadt Eberbach eine Einwändung gegen dieses Vorhaben schreibt.

 

Rückblick auf den ersten LeO  Stammtisch im Gasthaus zur "Zur Goldenen Krone" in Eiterbach am 14.07.2017

Am Freitag,  14.07.2017 fand unser erster Stammtisch in dem Gasthaus "Zur Goldenen Krone" in Eiterbach statt.

Bis 19 Uhr fanden sich ca 25 Personen ein. Es erfolgte ein reger Informationsaustausch über die Aktivitäten des Vereins Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach. Die Gelegenheit wurde genutzt, um sich mit anderen Mitgliedern zu unterhalten, gemütlich zusammenzusitzen und Ideen auszutauschen.

 

Rückblick auf den Vortrag von Sylke Müller-Althauser in Wilhelmsfeld am 21.07.2017

Bereits kurz vor 19 Uhr waren fast alle Plätze belegt. Neben Interessenten, Mitglieder und den Vertretern der verschiedenen BIs durften wir auch die Bürgermeisterin von Heiligkreuzsteinach , Sieglinde Pfahl, begrüßen. Durch die BI Gegenwind Schriesheim-Hirschberg e.V. wurde die Nähe von Wilhhelmsfeld zur geplanten Windkraftanlage "Zone 11" verdeutlicht. Der Abstand beträgt nur ca. 1000 m. Nach einigen allgemeinen Informationsfolien zur Windkraft und Infos zum derzeitigen Stand am Stillfüssel begann Frau Sylke Müller Althauser mit ihrem emotionsvollen und sehr nahegehenden, ehrlichen Vortrag.

Am Ende der Vorträge entwickelte sich eine rege Frage- und Diskussionsrunde. Herzlichen Dank an Frau Müller-Althauser!

 

Ein ganz dickes DANKESCHÖN auch an das Seniorenzentrum ERLBRUNNER HÖHE in Wilhelmsfeld für das Überlassen der Räumlichkeiten!

 

Inhalt des Vortrages und Informationen zu Frau Sylke Müller-Althauser:

Wunsch und Wirklichkeit - Windkraft im Hunsrück

Wie war es möglich, dass im Rhein-Hunsrück-Kreis innerhalb von wenigen Jahren so viele Windindustrieanlagen errichtet
werden konnten? Wie hat sich das Leben in der Region durch die großräumige Windindustrialisierung der Landschaft verändert?
Wie erlebt dies die Bevölkerung und was bedeutet dies für das tägliche Leben vieler Menschen in der Region?
In Ihrem Vortrag wird Frau Müller-Althauser u.a. diese Fragen in den Fokus stellen. Sie berichtet über die windige Entwicklung im Hunsrück/Soonwald, über das „Hunsrücker Landschaftserleben" und zeigt relevante Aspekte auf, warum diese Region sich in so kurzer Zeit zu einem Windindustriegebiet entwickeln konnte und bundesweit in den Medien vielfach als „Negativbeispiel" einer durch Windkraft industrialisierten Landschaft verspargelte Landschaft bezeichnet wird.
Die Teilnehmer können sich ein umfängliches Bild über die Situation im Hunsrück machen und haben die Möglichkeit, Parallelen und Lehren auch für die eigene Region zu ziehen. Es besteht die Möglichkeit zum Hinterfragen, Perspektivenwechsel und zum gemeinsamen Dialog.


Sylke Müller-Althauser lebt seit über 10 Jahren im Hunsrück/- Soonwald. Sie engagiert sich in vielfältiger Weise für den Erhalt von Lebensräumen für Mensch und Natur. Seit Jahren ist es Frau Müller-Althauser eine Herzensangelegenheit, sich ehrenamtlich für den Schutz von Landschaften, Wäldern, Wildtieren und Lebensräumen zu engagieren. Sie ist aktiv im Naturschutz, sie baute eine für die Region sehr erfolgreiche Bürgerinitiative „Windkraftfreier Soonwald/Schutzgemeinschaft Hunsrück" auf und setzt sich weiterhin in dieser Region Soonwald für den Schutz und den Erhalt dieses Lebensraumes für Mensch und Natur ein. Seit August 2015 ist sie stv. Bundesvorsitzende im Naturschutzverband „Naturschutzinitiative e. V." In dieser Funktion vertritt sie den Verband auch für Hessen und Baden-Württemberg. Ihre Erlebnisse im Umgang mit der Natur und der Bevölkerung in den letzten Jahren in der Region Hunsrück/Soonwald sind für sie in ihrem Engagement und ihren aktuellen Aufgabenschwerpunkten in der Naturschutzinitiative e. V. wegweisend.

 

 

Rückblick auf den Termin am 16.8.2017 im hessischen Landtag bei der FDP-Fraktion

Auf Einladung von Alexander Kohl, Kreisvorsitzender der FDP Rhein-Neckar, fuhren der Gemeinderat Michael Hess und Martina Gaudes am 16.8.2017 mit nach Wiesbaden in den hessischen Landtag. Dort hatten einige Mitglieder der Kreistagsfraktion Rhein-Neckar und die Bürgermeisterin von Leimen, Frau Felden, einen Termin bei René Rock, dem Vorsitzenden der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag  und Mario Kotzsche, FDP-Referent. Ihr Aufgabenbereich ist unter anderem auch die Energiepolitik.

Außer unserer Vorsitzenden vom  Verein Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach waren auch Vera und Bernd Krug von der BI Siedelsbrunn anwesend. René Rock erklärte, dass die FDP es sich zum Ziel gesetzt hat, die EEG-Umlage abzuschaffen. Doch selbst wenn beschlossen würde, die EEG Umlage zu streichen, würden Projekte, die in den Genuss der Subventionen gekommen sind, noch weitere 20 Jahre staatlich gefördert!!!

Aus diesem Grund wird es höchste Zeit, die Mehrbelastung jedes Einzelnen durch diese „Stromsteuer“ so schnell wie möglich zu beenden.. Damit könnte der Bau von Windkraftanlagen im Odenwald völlig zum Erliegen kommen, da diese unrentabel wären. Im zweiten Schritt  möchte die FDP die Privilegierung von Baumaßnahmen im Außenbereich abzuschaffen.

Da Windkraftanlagen (WKA)  vom Gesetzgeber als privilegierte Baumaßnahmen ausgewiesen werden und dadurch fast überall gebaut werden dürfen, wäre es nicht mehr möglich, diese in Naturschutzgebieten zu errichten. In den Bundesländern, in denen die FDP eine Koalition mit der CDU eingegangen ist, hat sie schon bewiesen, dass durch größere Abstände zur Wohnbebauung relativ viele WKAs nicht mehr gebaut werden durften. Wir würden uns wünschen, dass die anderen im hessischen Landtag vertretenen Fraktionen mit uns einen ebenso engen Austausch anstreben.

M. Gaudes

Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach
Termin am 16.8.2017 im hessischen Landtag bei der FDP-Fraktion => Foto: Alexander Kohl

Rückblick auf den zweiten LeO  Stammtisch im Gasthaus "Bärsbacher Hofschenke" in BÄRSBACH am 17.08.2017

Am Donnerstag,  17.08.2017 fand um 19:30 Uhr unser zweiter Stammtisch statt. Diesmal trafen wir uns in der  Bärsbacher Hofschenke in Heiligkreuzsteinach OT Bärsbach. Es fand unter anderem ein regen Informationsaustausch über die Programme der Parteien für die nächste Wahl statt. Erstaunlicher Weise haben sich nur 2 Parteien über die Windenergie ausgelassen.

 

 

 

Rückblick auf die „Pressekonferenz“ von Matthias Wilkes in Heppenheim am 18.08.2017.

Am 18. August 2017 lud Herr Matthias Wilkes (Landrat a.D. und Vizepräsident des Verbandes deutscher Naturparke) alle Bürgerinitiativen im Odenwald unter dem vereinigenden Motto “Ich bin ein Odenwälder” auf den Marktplatz in Heppenheim zu einem Termin mit anschließendem Pressegespräch ein. Hierbei wurde seine Initiative "Ich bin ein Odenwälder" und der dazu gehörige Aufkleber vorgestellt.

Rückblick auf das „Town Hall Meeting“ der Grünen in Schriesheim am 23.08.2017.

Am 23.08.2017 luden die Grünen zum „Town Hall Meeting“ in Schriesheim ein. Angekündigt waren Katrin Göring-Eckardt (KGE), mit Cem Özdemir Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl, sowie die örtliche Bundestagskandidatin Franziska Brantner.  Zwei Vertreter des Vereins "Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach e.V.i.G." (LeO) ließen es sich nicht nehmen daran teilzunehmen. Im gut gefüllten Saal des „Goldenen Hirschs“ wurde den zahlreichen Besuchern die Möglichkeit gegeben, kritische Fragen an die Spitzenpolitikerin der Grünen zu stellen. Die erste Frage war allerdings weniger kritisch, sondern gleich mal eine Steilvorlage für KGE: Was sie denn vom Dieselskandal und den Verwicklungen der Politik halte? Für die grüne Politikerin ein idealer Einstieg, konnte sie doch gleich auf den politischen Gegner einschlagen, ohne selbst in Gefahr zu geraten, als Teil des Systems gesehen zu werden.

 

In groben Zügen stellte KGE dann nochmal den 10-Punkte-Plan der Grünen von Klimaschutz über E-Mobilität und nachhaltiger Landwirtschaft bis zu Bekämpfung der Fluchtursachen vor und erhielt dafür vom Publikum großen Beifall. Die Vertreter von LeO stellten im Anschluss zwei Fragen an die beiden Politikerinnen:

 

 

1.      Frage: Wie können Sie es mit Ihrem grünen Gewissen vereinbaren, dass Ihr Parteikollege Tarek Al-Wazir gerade mit der Axt durch den hessischen Odenwald geht und unter Missachtung von zahlreichen Gesetzen bis zu 500 Windindustrieanlagen im Odenwald bauen will?

 

KGE meinte, dass Hessen bei den erneuerbaren Energien im Verzug ist und deswegen jetzt Gas geben muss. Aber es werde natürlich immer Rücksicht auf Gesetze, Mensch, Umwelt und Natur genommen. Dafür stehe sie als Grüne ein. Da die Vertreter von LeO genau diese Aussage erwartet hatten, wurde Frau KGE darauf hingewiesen, dass sie offensichtlich schlecht informiert sei. Es werden nämlich Industrieanlagen in den Wald gestellt, obwohl es dutzende von Tierarten gibt, die nach dem Gesetz streng  geschützt sind. Trotz dieses Einwandes blieb sie jedoch bei Ihrer Meinung, dass Umwelt und Naturschutz bei den Grünen immer noch groß geschrieben werden. Aufgrund dieser Aussage und zur Erweiterung ihres Wissenshorizontes zum Thema Windindustrie im Wald, wurden ihr und Frau Brantner dann auch jeweils ein Flyer des Vereins "lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach e.V.i.G. überreicht.

 

 

 

2.      Frage: Mit welchen Maßnahmen soll das Ziel „100 % erneuerbare Energien im Strombereich bis 2030“ erreicht werden?

 

Diese Frage wurde gleich von zwei Anwesenden gestellt. Eine konkrete Antwort dazu gab allerdings nicht. KGE umschiffte diesen heiklen Punkt mit weitschweifigen Sätzen wie „Wir müssen etwas für das Klima tun“ und „ Wir müssen weg von Kohle- und Atomstrom“, eine echte Antwort blieb sie jedoch schuldig. Offensichtlich wollte sie niemanden vor den Kopf stoßen und den Zuhörern ein zukünftiges Szenario mit 200.000 Windkraftanlagen in Deutschland (bei heute 30.000 Anlagen) an die Wand malen. Auch woher der Strom denn kommen soll, wenn der Wind nicht weht, wurde nicht gesagt.

 

 

Fazit: Die Veranstaltung wurde zwar als Bürgerfragestunde angekündigt, doch war es lediglich ein politisches Schaulaufen. Die Zuhörer konnten genau eine Frage stellen und mussten sich mit dem zufrieden geben, was als Antwort zurückkam. Kritisches Nachfragen und vor allem konkrete Antworten, wie denn z.B. das Klimaschutzziel erreicht werden soll, gab es nicht. Auch dass alle Bemühungen Deutschlands zum Klimaschutz nur ideellen Charakter haben und das Klima nicht positiv beeinflussen können (dafür ist der Einfluss Deutschlands auf das Klima zu gering), wurde nicht erwähnt. Den meisten Zuhörern schien das jedoch  kaum etwas auszumachen. Sie waren zufrieden mit den Zielen, und es schien nur Wenige zu interessieren, dass diese Ziele schon auf Grund der physikalischen Gesetze nicht erreicht werden können.

Rückblick auf die FDP Veranstaltung vom 29.08.2017 in Lampenhain

Am Dienstag, den 29.08.2017 besuchte Michael Theurer (MdEP), Vorsitzender des FDP-Landesverbandes Baden-Württemberg und Bundesvorstand der FDP, Heiligkreuzsteinach, um sich einen Überblick über den Ausbau der Windkraft an der hessisch-badischen Grenze zu machen. Mit dabei waren auch Dr. Jens Brandenburg (Bundestagskandidat der FDP für den Wahlkreis Rhein-Neckar), Hartmut Kowalinski (FDP-Kreisrat), Claudia Felden (Bürgermeisterin der Stadt Leimen), Alexander Kohl (FDP-Kreisvorsitzender) sowie Werner Fischer vom Gemeindeverwaltungsverband und Rüdiger Kling in seiner Funktion als Stellvertretender Bürgermeister von Heiligkreuzsteinach.

 

Die Gruppe traf sich mit zahlreichen Besuchern oberhalb von Lampenhain an der „Hohen Straße“. Von diesem Punkt auf ca. 460 Meter Meereshöhe kann man den Odenwald in seiner gesamten Nord- Süd-Ausdehnung überblicken: Im Süden der Katzenbuckel bei Eberbach und im Norden der Melibokus bei Zwingenberg. Gestört wird der herrliche Rundblick lediglich durch die in Grein errichteten Windindustrieanlagen, die wie ein Stachel im Fleisch der ansonsten scheinbar unberührten Naturlandschaft wirken.

 

Von dieser exponierten Position aus gab Johannes Fink vom Verein "Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach e.V. i. G." den Anwesenden einen Überblick  über die weiteren geplanten Windindustrieanlagen direkt an der badischen Grenze, wie etwa auf der Stiefelhütte sowie dem Hardberg, also in direkter Nähe zu Heiligkreuzsteinach. Insgesamt sind Windkraftvorranggebiete im hessischen Odenwald für mehr als 500 (!) Windindustrieanlagen geplant, ohne die Anlagen im badischen bzw. dem bayerischen Teil des Odenwaldes. Ein solches Szenario wäre das Ende jeglicher Lebensqualität der Odenwälder Landbevölkerung, von Natur- und Artenschutzaspekten ganz abgesehen. Der Odenwald verkommt flächendeckend zum Industriegebiet. Haupttreiber dieser Initiative sind die hessischen Grünen sowie das Regierungspräsidium Darmstadt, namentlich Tarek Al-Wazir, der hessische Umweltminister, sowie Brigitte Lindscheid, die grüne Regierungspräsidentin des Regierungsbezirkes Darmstadt.

 

Michael  Theurer, der als FDP-Politiker Subventionen wie etwa in die Windkraft kritisch gegenübersteht, gab den Anwesenden ein paar Ratschläge, wo man am geschicktesten den Hebel ansetzen könnte. Allerdings nahm er den Anwesenden auch die Hoffnung, dass der Ausgang der Bundestagswahl irgendetwas an dem Katastrophenszenario für den Odenwald ändern wird. Windkraftausbau ist Ländersache, d.h. man muss an die Landespolitiker gehen und bei denen das Thema bzw. die Problematik bekannt machen. Auch die Landräte haben viel Einfluss und sollten auf jeden Fall mit ins Boot geholt werden. Dass die Hauptprotagonisten hessische Politiker sind, macht das Thema für die Baden-Württembergischen BI`s nicht gerade leichter. Was fehlt, ist eine bundeslandübergreifende Kommunikation und Diskussion.

Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach
FDP Veranstaltung am 29.08.2017
Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach
FDP Veranstaltung am 29.08.2017

Rückblick auf das erste Sommerfest der Vereinsmitglieder am 08. September 2017

Am Freitag 08.09.2017 fand unserer erstes "Mitglieder" Sommerfest statt. Es wurden mehrere Zelte aufgestellt, um auf jede Wettersituation vorbereitet zu sein. Rund zwei Drittel der Mitglieder hatten sich in Eiterbach zu einem familiären Grillfest eingefunden. Zahlreiche Mitglieder brachten Salate, Dips und Kuchen mit, um das Angebot an Speisen und Getränken zu bereichern. Am Eingang gab es erst einmal ein Glas Sekt zur Begrüßung. Unsere erste Vorsitzende (Martina Gaudes) berichtete kurz über die vielfältigen Aktivitäten. U.a. über die Arbeit des Vorstandes, welche meist im Hintergrund stattfindet, wie zum Beispiel die Vernetzung mit anderen Vereinen und Bürgerinitiativen, Planung weiterer Veranstaltungen, Infoständen und des bevorstehenden  Benefizkonzertes im November. Das Wetter konnte den Mitgliedern nichts anhaben und so haben einige bis weit nach Mitternacht am Lagerfeuer durchgehalten.

 

Rückblick auf die Demo vom 22. September 2017 in Heppenheim

Am Freitag, den 22.09.2017 fand eine Wahlkampfveranstaltung der CDU mit Frau Dr. Angela Merkel in Heppenheim statt. Die BI Siedelsbrunn hatte zu einer Demo aufgerufen, um bei dieser Gelegenheit unser Anliegen "die Sinnlosigkeit der Windkraftanlagen im windschwachen Odenwald" deutlich zu machen. Zahlreiche Mitglieder der verschieden BI`s (u.a. auch Vertreter des Vereins Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach e.V. i.G.) sind dem Aufruf gefolgt. Treffpunkt war der Europaplatz in Heppenheim und der Start des Demonstrationszugs zum Parkhof in der Innenstadt von Heppenheim. Hier wurde die Wahlkampfveranstaltung der CDU mit Frau Dr. Angela Merkel abgehalten. Nach Ende ihres Auftrittes nutzten einige Vertreter der Bi's die Gelegenheit einige Worte an die Teilnehmer der Wahlkampfveranstaltung zu richten.

 


Rückblick auf den 26.09.2017  ----- Eintragung ins Vereinsregister durch das Amtsgericht Mannheim.

 

Rückblick auf den dritten LeO  Stammtisch im Gasthaus "Burg Waldeck" am 27.10.2017 in Vorderheubach

Unser Stammtisch am letzten Freitag  27.10.2017 war wieder sehr gut besucht. Die Atmosphäre war angenehm und äußerst kreativ.

Wir informierten darüber, dass unser Verein Ende September endlich in das Vereinsregister eingetragen wurde und drei Wochen später bestätigte uns das Finanzamt die Gemeinnützigkeit. Das heißt, wir sind ein eingetragener Verein und können Spendenquittungen ausstellen. Weitere Informationen folgten z.B. über den Stand am Stillfüssel, das Benefizkonzert und viele andere Dinge rund um unseren Verein. 

Da außer dem Informieren über Großprojekte auch ein Vereinsziel von uns der Naturschutz ist, kam die Idee auf, in unseren Möglichkeiten dem Insektensterben entgegenzuwirken und Blühwiesen anzulegen. Weitere Vorschläge waren noch: Bau von Nistkästen, Herstellung von Futter für Meisen (evtl. Aktion mit Kindern auf dem Weihnachtsmarkt nächstes Jahr), Gestaltung eines Kalenders.... Weitere kreative Ideen werden gerne entgegengenommen. Über engagierte Helfer freuen wir uns natürlich auch.

 

siehe auch unsere beiden Artikel aus der Rubrik "Wussten Sie schon ...."

Anleitung Nisthilfe für Wildbienen

Holznistkasten für höhlenbrütende Vögel

 

 

Rückblick auf das 1. Benefizkonzert für den Verein "LeO e.V." am 17. November 2017 in Heiligkreuzsteinach

Lebenswert & liebenswert -  Benefizkonzert für LeO e. V. in Heiligkreuzsteinach 17. November 2017

„Kennen Sie LeO?“ hatte der Verein LeO, „Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach e. V.“ gefragt und für Freitag, den 17. November 2017 zu seinem 1. Benefizkonzert in die Evangelische Kirche Heiligkreuzsteinach eingeladen.

 

Um 19:30 Uhr konnte die Vorsitzende Martina Gaudes sehr viele Interessierte, nicht nur aus Heiligkreuzsteinach, sondern auch aus der Region, begrüßen und willkommen heißen. Nach einem kurzen Überblick über die Ziele, die nächsten Veranstaltungen, angedachten Aktionen und dem Zweck dieses Benefizkonzerts zum Schutz und zum Erhalt eines lebenswerten Odenwaldes, übergab sie das Wort an Manuela Palmer, die gut aufgelegt und charmant von nun an durch das Programm führte. Der mit Blumen für die Künstler und Teelichtern geschmückte Altarraum wurde zur Bühne und zum Forum.

 

Den Anfang machte das Trio Irmtrud Menz, Sopran, Anne-Kathrin Pfahl, Sopran und Gudrun Habig-Kühn am Piano. Das Repertoire erstreckte sich von der Renaissance, über die Romantik bis hin zu modernem geistlichem Liedgut. Gefühlvoll aufeinander abgestimmter Gesang im Duett, gut getimet und brillant vorgetragen; so kamen Werke von Mendelssohn, Gounod oder Maierhofer zu Gehör. Der musikalischen Aufforderung „Clap your Hands“ kam das Publikum zum Abschluss des Vortrags gerne und frenetisch nach und sparte auch nicht mit üppigem Applaus.

 

Iris Münch zeigte einmal mehr, wie vielseitig der Klang eines Akkordeons sein kann. Zeigt sie bei geistlichen Konzerten häufig die ernste, konzertante Seite des Instruments, so stand dieses Mal die unterhaltend-tänzerische Note im Vordergrund. Einfühlsam, weich streichelnd, aber auch rhythmisch-impulsiv interpretierte sie ungarische Weisen, französische Chansons, einen Walzer und einen Tango und begeisterte das Publikum.

 

Zu einem Auftritt der besonderen Art wurde der Liedvortrag von Alice Raabe. Da die angekündigte Pianistin Henriette Götz wegen Krankheit ausfiel, sprang Hartmut Quiring aus Neckarsteinach spontan ein. Nicht mehr als eine halbe Stunde Probezeit stand den beiden zur Verfügung, zueinander zu finden. Das Publikum war begeistert von der ungewöhnlichen, intensiven Stimme von Alice Raabe und den beseelten Interpretationen von „Colors of the Wind“, aus dem Film Pocahontas, „When we were Young“ von Adele oder dem Duett der beiden mit einem Stück aus dem Phantom der Oper.

 

Vor dem nächsten Programmpunkt ließen Manuela Palmer und Martina Gaudes Körbchen durch die Zuschauerreihen gehen. Das obere von zweien war mit Süßigkeiten gefüllt. „Sie wissen ja, dass wir mit diesem Konzert um Spenden für unsere Arbeit bitten“, erklärte Manuela Palmer, „und wir würden uns freuen, wenn das obere Körbchen leer und das untere voll würde.“

 

Aus den Genres Film, Pop, Musical ging es nun zurück in die Klassik, genauer gesagt in die Zeit des Barock. Das Trio Uta Katzenmaier, Querflöte, Barbara Obert, Oboe und Wilfried Enß, Fagott, spielte auf ihre gekonnte Weise Stücke von Telemann.

 

Nun war die Zeit für Soul, Pop und Rock gekommen. Das bluesig-folkige Spielen auf der akustischen Gitarre von Charles Briscoe und die soulgewaltige Stimme von Irina Andrèe-Briscoe fesselten und begeisterten das Publikum mit ihren eigenen, wundervollen Arrangements und Interpretationen von Hits wie „This is our Father’s World“, „Dust in the Wind“, „Bridge over Troubled Water“ oder „What a Wonderful World“.

 

Der letzte Programmpunkt gehörte Bettina Stöhr, die die Nyckelharpa, die Schlüsselgeige, vorstellte und erklingen ließ; ein altes, sehr seltenes Streichinstrument, dessen Saiten mechanisch über Tasten, so genannte „Schlüssel“, gegriffen werden. Die Stücke waren allesamt schwedische Tanzmusik, das älteste davon mit dem Titel „1814“ aus einer Melodiensammlung von 1814. Der Klang der Nyckelharpa erinnert an wenig an die Leier, an Volksmusik des ausgehenden Mittelalters und der beginnenden frühen Neuzeit, wo solche Instrumente zum Tanz und zum Reigen aufspielten. Da hielt es in der Evangelischen Kirche Heiligkreuzsteinach kaum einen Fuß still.

 

Auf Bettina Stöhr ging auch die Initiative zurück, am Schluss gemeinsam mit den Zuhörern das Lied „Nehmt Abschied Brüder“ zu singen.

 

Das Publikum feierte das äußerst gelungene Konzert und die Künstler mit lang anhaltendem, stehendem Applaus. Sichtlich angetan von dem Erfolg, meinte die Vorsitzende Martina Gaudes, es sei schade, dass es solch ein Konzert nicht jeden Monat gäbe.

 

Nach einem kurzen Ausblick auf die kommenden Veranstaltungen des Vereins „Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach e. V.“ bedankte sie sich bei den Künstlern des Abends, die allesamt auf eine Gage verzichtet hatten, bei Manuela Palmer für die kurzweilige Moderation und bei dem dankbaren und begeisterten Publikum recht herzlich. Nicht minder galt ihr Dank dem Gastgeber der Veranstaltung, der Evangelischen Kirchengemeinde Heiligkreuzsteinach und den vielen Helferinnen und Helfer im Umfeld.

 

Zum Schluss brachte sie noch ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass die Besucher sich mit dem ausliegenden Informationsmaterial versorgt haben und recht viele die Gelegenheit nutzen, dem Verein „Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach e. V.“ beizutreten. (rome)

 

Rückblick auf die Informationsveranstaltung der Freien Wähler / LeO e.V. in Wilhelmsfeld am 23.11.2017

Der Vortragsabend am 23.11.2017 in Wilhelmsfeld, den die Freien Wähler in Kooperation mit unserem Verein durchführten, war sehr gut besucht. Die Plätze im Café Junghans reichten nicht aus.

 

Der Kreisrat und Fraktionssprecher der Freien Wähler im Kreistag Hans Zellner berichtete über den aktuellen Planungsstand bezüglich des Baus von Windkraftanlagen im Rhein-Neckar-Kreis. Die Planungen gehen demnächst in die 3. Offenlage. Bürgerinnen und Bürger können nach Bekanntgabe der Offenlage ihre Einwände an die entsprechenden Behörden schicken.

 

Nachdem die Vorsitzende des Ortsverbandes der Freien Wähler, Dina Lindner, die Anwesenden begrüßt hatte, stellte der 2. Vorsitzende unseres Vereins, Bernhard Stay, die Ziele des "LeO e.V." vor. An dieser Stelle möchte ich noch darauf hinweisen, dass die BI Siedelsbrunn inzwischen mehr als 50.000 € für Gutachten ausgegeben.

 

Der Biologe Dr. Markus Sonnberger ging in seinem Vortrag: Wieso? - Warum und Warum nicht? vor allem auf die Frage der Effektivität von Windkraft im Odenwald ein. Interessant in diesem Zusammenhang war, dass trotz der Energiewende die Produktion von Strom aus atomaren und fossilen Brennstoffen nicht zurückgegangen ist. Lediglich der Mehrbedarf an Strom wurde durch die regenerativen Energien aufgefangen. Herr Sonnberger kritisierte das Energieeinspeisungsgesetz, durch welches teilweise wirtschaftlich nicht sinnvolle Windkraftanlagen für den Betreiber lukrativ werden.

Die Präsentation finden Sie unter: https://www.lebenswerter-odenwald.de/homepage/artikel-aus-unseren-newsletter/sonnberger/

 

Der Biologe, Dr. Weinhold, stellte aktuelle Studien zu Kollisionsrisiken von Vögeln und Fledermäusen an WKA vor. So warnt unter anderem die Vogelschutzwarte Brandenburg, dass Rotmilan und Schreiadler durch den massiven Ausbau von WKA bereits auf Populationsebene gefährdet sind. Herr Weinhold kritisierte, dass keine ganzheitliche Betrachtung aller Planungen im Raum erfolge und insbesondere die kumulative Wirkung der Anlagen vernachlässigt werde.

Die Präsentation finden Sie unter: https://www.lebenswerter-odenwald.de/homepage/artikel-aus-unseren-newsletter/weinhold/