Willkommen bei LeO, schön, dass Sie da sind!

Wir leben im Odenwald, genauer gesagt in Heiligkreuzsteinach und fühlen uns hier sehr wohl. Unser Verein möchte mit Informationen und Aktionen – wie dem Blühwiesenprojekt – rund um die uns umgebende Natur, mit Veranstaltungen, wie Themenwanderungen, Vorträgen u.v.m. einen Beitrag dazu leisten, den Odenwald lebenswert zu erhalten. Naturschutz liegt uns als Verein am Herzen, dazu gehört, dass wir uns dafür stark machen, die Höhenlagen des Odenwalds frei zu halten von Windindustrieanlagen. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Seite Windkraft im Odenwald. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass wir über die Artenvielfalt berichten, interessante Artikel dazu finden Sie unter Wussten Sie schon. Termine unserer Veranstaltungen und des nächsten Stammtischs finden Sie hier. Last but not least, unseren Aufnahmeantrag und die Satzung finden Sie unter Materialien und Downloads.

 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß auf unserer Seite.


Im Anhang ist ein Auszug der Karte für die möglichen Flächen für Windkraftanlagen zu sehen. Diesen Flächen wurde die Windhöffigkeit zugrunde gelegt, sie wurden jedoch nicht auf eine endgültige Eignung geprüft.

 

Bleibt der Odenwald noch lebenswert?

Am 7.11.2022 luden Bündnis 90/Die Grünen zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Windenergieausbau im Rhein-Neckar-Kreis ins Kirchenzentrum „Arche“ in Neckargemünd ein. LeO-Vertreter waren vor Ort und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

 

Moderator war der Grüne Landtagsabgeordnete Hermino Katzenstein, geladen zur Podiumsdiskussion waren Vertreter der Grünen, des BUND sowie der Windkraftprojektierer Jürgen Simon, der das Windindustriegebiet am Greiner Eck projektiert hatte. Im Publikum saßen auch Bürgermeister und Gemeinderäte aus der Region. Man war sich im Gremium einig, dass der Kreis jetzt massiv die Windkraft ausbauen müsse, um auf Grund der Energiekrise eine sichere und günstige Stromversorgung zu gewährleisten. Staatssekretär Baumann von den Grünen gab die Marschrute bis 2040 vor. In diesem Zeitraum sollen in Baden-Württemberg 2100 WEAs gebaut werden. Landschaftsschutzgebiete sind hierbei nicht mehr ausgenommen. Damit das Ziel erreicht werden kann, hat die Bundesregierung schon mal vorsorglich die Erneuerbaren Energien „zum öffentlichen Interesse“ erklärt und Landschafts- sowie Artenschutz per Gesetzesvorgabe geschleift. D.h. selbst geschützte Tierarten dürfen getötet werden, solange die Art insgesamt nicht gefährdet ist. Interessanterweise hatte die Vertreterin des BUND, Dr. Amany von Oehsen, damit keinerlei Probleme. Auf die Frage eines Zuhörers, wie sich diese Vorgehensweise mit dem EU-Recht deckt – im Bereich Artenschutz wird Deutschland schon lange wegen unzureichender Maßnahmen gerügt – wurde von Staatssekretär Baumann lapidar auf das (eigentlich untergeordnete) neue deutsche Gesetz verwiesen. Frei nach dem Motto: „Dann soll uns die EU doch mal verklagen!“

Derzeit herrscht in der Windkraftbranche Goldgräberstimmung. Das Abschalten von dutzenden von zuverlässigen Kraftwerken und der parallele Zubau der volatilen PV- und Windkraftanlagen haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass die Strompreise explodiert sind. Das Angebot an Strom wurde schlichtweg verknappt und der Preis damit politisch gewollt in die Höhe getrieben. D.h. dass z.B. Windstromproduzenten bei gleichbleibenden Kosten den hohen Börsenpreis für Strom kassieren, gegen niedrige Börsenpreise durch Garantiezahlungen vom Steuerzahler aber abgesichert sind. Es wird ihnen sogar Strom vergütet, den sie gar nicht produziert haben, etwa wenn wegen Stromüberproduktion Anlagen aus dem Wind genommen werden. Dies führt offensichtlich dazu, dass für Flächen mittlerweile Pachterlöse in astronomischer Höhe bezahlt werden können. Die Beträge bewegen sich zwischen 150.000 bis fast 300.000 Euro pro Windrad selbst im Schwachwindgebiet Rhein-Neckar-Kreis. Diese gewaltigen Summen schienen sogar dem Windprojektierer Jürgen Simon unverständlich. Er konnte sich nicht vorstellen, dass dieses Geld jemals mit dem zu erwartenden Windertrag zu erwirtschaften sei. Manch einem Bürgermeister und vielen Gemeinderäten stehen bei diesen Beträgen jedoch die Dollarzeichen in die Augen geschrieben. Für die Teilnehmer des Diskussionsforums war aber alleine der Krieg in der Ukraine bzw. Putin für die hohen Strompreise verantwortlich. Laut dem Grünen Staatssekretär Baumann muss man sich vom „unzuverlässigen Gas aus Russland unabhängig machen und stattdessen auf eine zuverlässige Stromversorgung, hauptsächlich basierend auf Wind,“ setzen.

Für den Rhein-Neckar-Kreis und den Odenwald bedeutet das langfristig eine flächendeckende Komplettindustrialisierung durch die Windindustrie. Moderne Windanlagen erreichen derzeit eine Höhe von 300 Metern! Ihre gesicherte Energieleistung beträgt genau null Kilowatt. Strom muss jedoch millisekundengenau in dem Moment erzeugt und bereitgestellt werden, wo er nachgefragt wird. Deswegen steht hinter jedem Windrad ein konventionelles Kraftwerk als Backup. Das und die permanenten Eingriffe ins Stromnetz zum Verhindern von Blackouts treiben die Kosten für den Stromverbraucher in Schwindel erregende Höhen. Dabei ist es vollkommen egal, dass der Windstrom so günstig erzeugt werden kann. Zwei parallele Stromsysteme kann sich auf Dauer niemand leisten. Versucht man zusätzlich noch, den Strom in Wasserstoff umzuwandeln, um ihn zu speichern, wird er praktisch unbezahlbar. Darauf angesprochen, meinte Amany von Oehsen, dass sich die Menschen darauf halt einstellen“ müssten.

Dies alles vor dem Hintergrund, dass sämtliche Ausbaumaßnahmen der Windkraft im Land keinerlei messbaren Effekt auf das Klima haben, dafür aber die Lebensqualität sowie Natur und Umwelt in der Region ruinieren. Der Ausbau wird sich hier hauptsächlich auf die ländlichen Gebiete konzentrieren. Einen freien Blick ohne eine Windindustrieanlage wird es in naher Zukunft nur noch in den Städten geben.

Vorstand Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach e.V.

 

Eine neue Apfelsorte entsteht

 

Der ein oder andere Apfelbaumbesitzer mag sich schon mal gewundert haben, dass an ein und demselben Apfelbaum die Äpfel unterschiedlich aussehen und auch schmecken. Das hängt meist damit zusammen, an welcher Stelle des Baumes sich die  Äpfel befinden. Prinzipiell hängen die schönsten Äpfel am Baum an den sonnenbeschienen Seiten, also außen, während Äpfel im Bauminneren oft zu wenig Licht bekommen und daher nicht komplett ausreifen können. Ein professioneller Schnitt kann da durchaus Abhilfe schaffen. In wesentlich selteneren Fällen hängen an einem Ast jedoch Äpfel, die irgendwie so gar nicht zu der Sorte am Baum passen wollen.

 

Obstsorten wie der Apfel werden vegetativ vermehrt. D.h. von einer Edelsorte wird ein Edelreis (einjähriger Zweig) auf die unedle Sorte (Unterlage) gepfropft bzw. veredelt. So erhält man einen Baum und damit Äpfel, die genetisch identisch mit der Edelsorte sind. Pflanzt man dagegen einen Apfelkern ein und zieht das Bäumchen groß, dann kommt niemals die Sorte heraus, von der der Apfelkern stammt, da die Häfte des Erbgutes durch Fremdbefruchtung von einem anderen Apfelbaum eingetragen wird.

 

Wie kommt es nun dazu, dass es auf einmal eine zweite Apfelsorte  auf dem Baum gibt, obwohl niemand ein weiteres Edelreis aufgepfropft hat? Hier hat es offensichtlich eine sogenannte Knospenmutation gegeben. Auf eine Knospe haben Umwelteinflüsse eingewirkt und dafür gesorgt, dass das Erbgut mutiert. Aus dieser Knospe wächst dann ein Ast und nach drei oder vier Jahren hängen die ersten mutierten Äpfel daran. Im konkreten Fall handelt es sich um eine Knospenmutation der Sorte Goldparmäne. Die neue „Sorte“ ist komplett rot und nicht wie die Muttersorte gelbrot bzw. gelb.

 

Oft betrifft die Mutation nur ein Merkmal wie die Farbe. Form und Geschmack sind dann identisch mit der Muttersorte. So sind der Rote Gravensteiner und der Rote Boskoop ebenfalls Spielformen solcher Knospenmutationen. Die Goldparmäne ist übrigens eine der ältesten Apfelsorten überhaupt. Ihre Ursprünge gehen bis ins Mittelalter zurück. Dass sie einen so langen Zeitraum überlebt hat, verdankt sie wohl ihrem exzellenten Geschmack, ihrer universellen Verwendung sowie der guten Lagerfähigkeit. Hat man nur für einen Baum Platz im Garten oder auf der Streuobstwiese, dann zählt die Goldparmäne zu den absoluten Favoriten.

 

Johannes Fink

 


Bericht zum Vortrag „Energiewende im Krisenmodus“ in Schriesheim

 

Die Bürgerinitiativen der Bergstraße gegen den Windindustrieausbau im Odenwald luden am Donnerstag, dem 21.07.2022, im Schriesheimer Zehntkeller zu einer Informationsveranstaltung ein. Referenten waren Dr.-Ing. Andreas Sindlinger und Dr.-Ing. Joachim Schneider. Dr. Sindlinger führte die Anwesenden in das Thema Energieerzeugung durch Windkraft ein und informierte das Publikum über den geplanten Ausbau an der Bergstraße und im Odenwald.  Dr. Schneider hingegen konzentrierte sich auf das Thema Energiewende in seiner Gesamtheit und erläuterte, warum diese zu scheitern droht.

Ein wichtiges Thema war das sogenannte Osterpaket der Bundesregierung, welches dem Ausbau der Windkraft ein „überragendes öffentliches Interesse“ zugesteht und damit der „öffentlichen Sicherheit“ diene. Das bedeutet, dass Einsprüche gegen Windindustrieplanungen (aus welchen Gründen auch immer) praktisch nicht mehr möglich sind und Windanlagen prinzipiell überall gebaut werden können. D.h., dass z.B. der Natur- und Artenschutz praktisch keine Rolle mehr spielen. Dieses Gesetz verstößt jedoch gegen EU-Verordnungen zum Artenschutz und es wird spannend sein zu sehen, wie sich das Ganze in Zukunft entwickeln wird.

Auf die Bergstraße und den Vorderen Odenwald haben diese Planungen große Auswirkungen. In der Vergangenheit auf Eis gelegte Windpotentialflächen wie der Weiße Stein und die Ursenbacher Höhe sowie Gebiete in Weinheim sind auf einmal wieder für die Windkraft vorgesehen, jeweils mit mehreren Anlagen. Des Weiteren kommen Flächen in Handschuhsheim, Ziegelhausen und Schlierbach dazu.

Für einen Fragesteller war es unverständlich, warum im Schwachwindgebiet Odenwald Windkraft überhaupt ein Thema ist. Die angegebenen Leistungsdaten der Anlagen beziehen sich nämlich immer auf die Nenn- oder Maximalleistung bei optimalen Windverhältnissen. Im Schwachwindgebiet sind solche Windstärken jedoch die absolute Ausnahme. Deswegen produziert eine Windanlage im Odenwald übers Jahr gesehen nur ca. 1/5 der möglichen Nennleistung an Strom, während konventionelle Energieträger annähernd an die angegebene Maximalleistung herankommen, wie an einem Vergleich mit dem Großkraftwerk Mannheim anschaulich erklärt wurde. Dies vor dem Hintergrund, dass die Landesregierung in den nächsten Jahren 1000 Windkraftanlagen in Baden-Württemberg bauen will, davon 500 im Staatswald, obwohl die gesicherte Windkraftleistung im Land bei null Prozent liegt! Die Aussage, dass eine moderne Windkraftanlage bis zu 2000 Haushalte mit Strom versorgt, ist damit hinlänglich widerlegt: Es ist nämlich kein einziger Haushalt, der zuverlässig mit Windstrom versorgt werden kann.

Die Frage, warum bei dieser Gemengelage mittlerweile Pachtpreise von 150.000 (Spechbach/Epfenbach/Lobbach) bis 282.000 Euro (Eberbach) pro Windrad bezahlt werden - was mehr als dem 5-fachen dessen entspricht, was noch vor wenigen Jahren im Odenwald bezahlt wurde - konnte leider nicht beantwortet werden.

Da Windkraft und Photovoltaik Strom nur wetterabhängig erzeugen und dieser nicht in großem Maßstab gespeichert werden kann, sind die konventionellen Energieträger wie Kohle, Kernkraft und Gas immer noch das Rückgrat unserer Energieversorgung, so Dr. Schneider. Gibt es hier Engpässe, etwa durch Abschaltung von Kapazitäten wie in den vergangenen Jahren dutzendfach geschehen, kommt es zu Situationen wie im Moment: Energieknappheit und explodierende Energiepreise. Deutschland ist mittlerweile weltweit „führend“, was die Strom- und Energiekosten angeht. Ein verstärkter Ausbau der Erneuerbaren, etwa eine Verdoppelung der Kapazitäten, würde das Problem nicht lösen, sondern eher noch verschärfen, da weder genügend  Stromtrassen gebaut werden noch in sinnvolle Speicherlösungen investiert wird. Strom muss nämlich immer dann zur Verfügung stehen, wenn er nachgefragt wird. Es ist nicht nur der Strommangel bei Windflaute und Dunkelheit, der Probleme verursacht, es ist ebenso das Überangebot an Wind- und Photovoltaikstrom, was wetterabhängig entsteht. Das führt dazu, dass Windanlagen abgestellt werden (keine Nachfrage bzw. zu geringe Übertragungskapazitäten vorhanden) oder Strom zu Negativpreisen ans Ausland „verkauft“ wird. Die Betreiber werden jedoch regelmäßig für den nicht produzierten oder nicht abgenommenen Strom entschädigt. So kommen pro Jahr fast eine Milliarde Euro zusammen, die vom Stromkunden und Steuerzahler für nicht produzierten Strom aufgebracht werden müssen, Tendenz stark steigend.

 

Der Krieg in der Ukraine und die energiepolitischen Folgen sind nicht der Auslöser, laut Joachim Schneider, sondern lediglich der Beschleuniger der Energiekrise, die auf einer verfehlten Politik basiert. D.h. das Zieldreieck der Energiewende, bestehend aus Ökonomie, Ökologie und Versorgungssicherheit, stürzt gerade wie ein Kartenhaus ein, so ein FAZ-Zitat vom 12.07.2022.

 



 

Infoboard

 

Nachdem der Zahn der Zeit an unserem Infoboard (steht im Kaltenbrunnenweg 3) nagte, fiel es nach einem Starkwind leider um. Nun steht es wieder. Wir versuchten so viel wie möglich von dem alten Infoboard wiederzuverwenden. So wurden lediglich die Balken und zum Teil die Infokästen ersetzt. Das Board erhielt zusätzlich eine Korkauflage, damit man Informationen leichter anpinnen kann.

Wir wünschen viel Spaß beim Entdecken neuer Informationen am Board.

 

Christian Hofer und Harald Fay

 

 

 

Das Tagpfauenauge …

 

… ist unser häufigster Edelfalter, wobei „häufig“ relativ ist: Wie bei praktisch allen anderen Schmetterlingen geht auch sein Bestand zurück, obwohl er eigentlich weit verbreitet ist. Der Falter selbst ist anspruchslos was seine Nahrungsquellen angeht. Im Frühjahr saugt er an Löwenzahn, Weiden und Schlehen und im Sommer und Herbst an Flieder, Astern und über 100 weiteren Pflanzenarten. Seine Raupen sind jedoch Feinschmecker. Sie fressen, wie viele andere Schmetterlingsraupen auch, nur die Blätter der Brennnessel. Hier kommen sie manchmal in Massen vor, wenngleich man schon etwas Glück braucht, um ein Vorkommen wie hier auf den Bildern zu finden. Das Tagpfauenauge überwintert als Schmetterling im Gegensatz zu anderen Faltern, wie z.B. dem Schwalbenschwanz, der den Winter als Puppe überdauert. In den Wintermonaten findet man deswegen die Tagpfauenaugen häufig auf Dachböden und in Schuppen. Wichtig ist hier, dass man im Frühjahr für einen Ausgang sorgt. Bedingt durch das wärmere Klima schaffen die Falter bei uns mittlerweile zwei Generationen pro Jahr. Die erste (Winter-)Generation fliegt ab Ende März und hat eine Lebensdauer von dann insgesamt knapp einem Jahr. Ab Mai, wenn die Temperaturen steigen, legen die Weibchen ihre ca. 100 Eier an besagten Brennnesseln ab. Nach ca. zwei Wochen schlüpfen die Raupen und fangen an, die Futterpflanzen abzufressen. Nach mehreren Häutungen und weiteren drei bis vier Wochen verpuppt sich die Raupe, sofern sie bis dahin nicht von ihren zahlreichen Feinden wie Raupenfliegen und Schlupfwespen parasitiert wurde. Es dauert dann nochmal knapp zwei bis drei Wochen, bis aus der Puppe der fertige Falter schlüpft. Ab Ende Juni fliegt dann die erste neue Faltergeneration des Jahres, welche sich im gleichen Jahr nochmals fortpflanzt. Erst die Nachkommen dieser Generation überwintern ab November an geschützten Orten und im Frühjahr beginnt der Zyklus von neuem. Wer Mäharbeiten durchführt, sollte bei Brennesselbeständen ein Auge auf potentielle Raupen haben und gegebenenfalls die Brennnesseln zum Schutz der Schmetterlinge stehen lassen.

Johannes Fink für LeO e.V.

 

 

Aktuelle Bilder zum Thema Blühwiese finden Sie

hier  (21.06.2022) Blühwiese Nr .1

  • Erweiterung der Blühwiesen um ca. 300 m²
  • Pflanzung von ca. 40 bienengerechten Sträuchern
  • Steinmauern zur Ansiedlung von Salamandern
  • Gehölzhaufen, Steinhaufen, Teich
  • "Frühjahrsputz"

 

Apfelportrait "Gelber Bellefleur":

Der Gelbe Bellefleur zählt zu den „edlen Tafelapfelsorten“. Seinen Namen erhielt er wegen der schönen Blüte, denn Bellefleur heißt nichts anderes. Es ist eine alte Apfelsorte aus dem 18. Jahrhundert, die Anfang des 19. Jahrhunderts ihren Weg aus Nordamerika nach Europa bzw. dem Elsass fand. Über das Elsass kam der Apfel etwas später nach Schwetzingen, wo der damalige Gartendirektor mit Namen Metzger dem Markgrafen Wilhelm von Baden Äpfel dieser Sorte zum Verzehr vorlegte. Letzterer war von der Frucht  so begeistert, dass er die neue Apfelsorte zu seinem Lieblingsapfel erkor. Bekannt wurde der Gelbe Bellefleur in der Region deshalb auch als „Metzgers Apfel“ oder „Metzgers Kalvill“ (Quelle: Plantura). Der Gelbe Bellefleur ist ein eher großer, gelber, etwas gerippter, in Teilen rot gefärbter Apfel und sieht von Form und Farbe her aus wie eine Quitte, d.h. er ist eher kegel- bzw. eiförmig. Der Geschmack ist leicht säuerlich und aromatisch, ausgereift leicht nach Banane schmeckend. Sein volles Geschmackspotential erreicht er erst, nachdem er etwas gelagert wurde. Die mögliche relativ lange Lagerung (bis in den April hinein) ist ein weiterer Pluspunkt dieser Sorte. Im Supermarkt gibt es den Gelben Bellefleur nicht zu kaufen, gelegentlich findet man ihn jedoch direkt beim Erzeuger bzw. bei Hofverkäufen. Er gehört zu den Sorten, die spät geerntet werden. Frühestens ab Mitte Oktober kann man mit der Ernte beginnen, bei uns im Odenwald besser jedoch erst später, ab November. Ein Vorteil dabei ist, dass die Äpfel sehr fest und damit auch lange am Baum hängen. Der Ertrag ist regelmäßig, die Sorte neigt nicht zur Alternanz (Ertragsschwankung). Wie die meisten Tafeläpfel, ist er im Vergleich zu den klassischen Mostobstsorten etwas anspruchsvoller, was Standort und Pflege angeht. Wichtig sind eine einmalige Düngung pro Jahr mit Kompost oder organischem Dünger (z.B. Hornspäne) sowie ein regelmäßiger Schnitt. Weiterhin bevorzugt er eher warme geschützte Lagen, die es mittlerweile auch bei uns im Odenwald gibt.

 

Im Bild Äpfel der Sorte Gelber Bellefleur gegen Ende August. Der Baum ist im siebten Standjahr, hat drei extreme Trockenjahre mitgemacht und trägt zum ersten Mal Früchte. Gepflanzt wurde der Baum an einem sandigen Westhang, wurde jedoch regemäßig gedüngt und in den vergangenen Jahren auch gewässert.  Der Baum wurde selbstverständlich nicht gespritzt und die Äpfel sind deswegen deutlich unbelasteter als selbst zertifizierte Bioäpfel, da auch diese mehrfach mit Spritzmitteln behandelt werden.

Johannes Fink für LeO e.V.


 

Ein fliegender Edelstein – Der Eisvogel

 

 

 

Der Eisvogel ist ein etwa sperlingsgroßer Vogel mit einem gedrungenen Körper, kräftigem Schnabel und auffallend kurzem Schwanz. Sein Gefieder auf der Oberseite schimmert blau bis türkis, die Unterseite ist orangebraun. Für seine Fischjagd benötigt er klares stehendes oder langsam fließendes Wasser, welches im Winter eisfrei sein muss. Am Gewässer lauert er gerne auf Sitzwarten über dem Wasser, von denen aus er sich dann im Tauchstoß die Fische fangen kann. Seine Bruthöhlen legt er in Abbruchkanten mit weichem Boden an. Die Höhle, an deren Ende sich ein Nestkessel befindet, wird dann bis zu einem Meter waagerecht gegraben. Die Eisvögel haben 2-3 Jahresbruten mit 5-7 Jungen. In West- und Mitteleuropa kommen sie das ganze Jahr vor, im Osten nur zur Brutzeit. Durch Gewässerverschmutzung und Uferbebauung werden diese schönen Vögel vertrieben. Es gibt jedoch einen Wasserbaumeister, der dem Ganzen entgegenwirkt. Der Biber legt durch seine Dämme kleine Tümpel und Seen an, die einen Lebensraum für Fische und andere Tier- und Pflanzenarten und somit Futter für Eisvogel und viele andere Arten bieten.

 

 

 

Mit solchen künstlichen Nisthilfen wird versucht den Vögeln zu helfen.

Die Aufnahmen sind an der Enz im Naturpark Stromberg-Heuchelberg entstanden

 

Text und Fotos: Thomas Serafin

 

 


 

Der Dachs

 

Der Dachs zählt zur Familie der Marder und ist in Mittel- und Westeuropa mit einem Körpergewicht von ca. 15 Kilogramm der größte Vertreter dieser Art. Unverkennbar ist seine schwarz-weiße Kopfzeichnung, die sich bis zum Nacken hinzieht. Mit seinen langen gebogenen Krallen an den Vorderpfoten ist er prädestiniert für Grabarbeiten jeder Art. Seine Wohnbaue können über die Jahre hinweg riesige Ausmaße annehmen. Sie werden in mehreren Ebenen angelegt und haben oftmals auch so viel Platz, dass eine Fuchsfamilie als Untermieter einziehen kann. Diese Baue werden über Jahre, ja sogar über Jahrzehnte von Dutzenden Dachsgenerationen bewohnt und permanent erweitert. Im Gegensatz zu seiner Marderverwandtschaft ist er ein Allesfresser und muss keine Angst vorm Verhungern haben. Im Frühjahr stehen hauptsächlich Regenwürmer auf dem Speiseplan, aber auch Larven und Puppen von Insekten sowie Käfer und Schnecken. Mäuse, Kleinsäuger und auch mal ein Igel sowie pflanzliche Nahrung wie Knollen, Wurzeln, Obst, Beeren und Samen vervollständigen seinen Speiseplan. Zu Gesicht bekommt man den nachtaktiven Marder nur sehr selten. In der Regel dann, wenn er, wie im Bild, wieder einmal Opfer eines Verkehrsunfalls geworden ist. Dachs und Mensch haben seit alters her eine enge Beziehung zueinander. Ähnlich wie beim Murmeltier und dem Biber, wurde das Tier vom Menschen verwertet. Begehrt war z.B. sein Fett, welches in den mittelalterlichen Apotheken als Einreibemittel gegen rheumatische Beschwerden angeboten wurde. Seine mehr als zehn Zentimeter langen Grannenhaare waren und sind begehrt in der Trachtenmode sowie als Pinsel. Edle Dachshaarrasierpinsel kosten dann schon mal mehrere hundert Euro. Auch in der Mythologie hatte der Dachs seinen Platz. Sein Fell sollte, an den jeweiligen Gegenständen angebracht, Schaden abwehren. Sehr gelitten hat der Dachs unter der Begasung des Rotfuchses. Zur Tollwutbekämpfung wurde bis in die 70er Jahre dieses Verfahren angewendet, um den Rotfuchsbestand zu dezimieren und damit die Tollwut in Schach zu halten. Da beide Tierarten, wie oben erwähnt, sich oftmals einen Bau teilen, fanden so auch viele Dachse den Tod. Der Dachs zählt zum jagdbaren Wild. Jährlich werden mehrere 10.000 Tiere geschossen.

 

Johannes Fink für LeO e.V.

 


 Der Biber

 

Der Biber ist mit ca. 25 bis 30 Kilogramm das größte Nagetier Europas und das zweitgrößte der Welt. Nur das südamerikanische Capybara - auch Wasserschwein genannt - aus der Familie der Meerschweinchen ist mit mehr als 60 Kilogramm noch massiger. Kein Tier auf der Welt ist in der Lage, seinen Lebensraum so den eigenen Bedürfnissen anzupassen, wie der Biber. Das Motto des Bibers ist: „Was nicht passt, wird passend gemacht!“ Er ist in der Lage, innerhalb kürzester Zeit aus einem kleinen Rinnsal eine wahre Seenlandschaft zu schaffen. Sein Fleiß und seine Bauwut sind legendär.  Dabei kommt er ab und zu in Konflikt mit dem Menschen. Dieser findet es natürlich nicht so gut, wenn Wiesen und Felder durch die Staudämme des Bibers unter Wasser gesetzt werden. Auf der anderen Seite profitieren unzählige Tierarten durch die Landschaftsumgestaltung des Bibers. Wo zuvor das Wasser nur etwas dahinplätscherte,  gibt es jetzt große Wasserflächen, in denen sich alsbald Fische ansiedeln. Der angrenzende Lebensraum verwandelt sich in eine Auenlandschaft und zieht den Eisvogel, viele Wasservögel und zahlreiche Amphibienarten an. Wo der Biber baut, da explodiert die Artenvielfalt.

 

Der Biber war in Deutschland bereits Mitte des 19. Jahrhunderts ausgerottet. Sein dichtes Fell und ein vom ihm zur Fellpflege abgesondertes Sekret (Castoreum oder Bibergeil) wurde ihm damals zum Verhängnis. Letzteres fand seit dem frühen Mittelalter Verwendung als Arzneimittel. Mittlerweile streng geschützt, sind die im Rhein-Neckar-Kreis ansässigen Biber allesamt aus Bayern (die ersten Biber wurden dort in den 60er Jahren ausgesetzt) eingewandert. Langsam aber sicher breiten sie sich jetzt bei uns aus, sofern es etwa Wasser und Nahrung gibt. So ist z.B. der Neckar bereits komplett besiedelt. Der Biber ist ein reiner Vegetarier und frisst im Sommer und Herbst häufig Dinge, die der Landwirt anbaut. Beliebt sind Luzerne und Mais, aber auch Obst von Streuobstwiesen und schlußendlich der gesamte Baum. Gibt es in der Nähe des Menschen nichts zu fressen, dann zählen Weiden und Pappeln zu seiner Hauptnahrung. Hiervon frisst er die Rinde und die jungen Triebe. Sind Rinde und Triebe knapp, werden schon mal mannsdicke Bäume gefällt, um an die Äste zu gelangen. Da er keinen Winterschlaf hält, ist er längere Zeit damit beschäftigt, Vorräte anzulegen und unter Wasser zu deponieren. Eine Biberfamilie besteht aus Vater und Mutter sowie den Jungen vom aktuellen Jahr und dem Vorjahr. Das können bis zu zehn Tiere sein. Beim Anlegen seines Baus ist er flexibel. Ist die aufgestaute Wasserfläche groß genug, dann sieht man häufig die klassischen Biberburgen. Gibt es steilere Uferabschnitte, dann gräbt seinen Bau auch direkt in die Erde. Wichtig ist nur, dass der Eingang zum Bau unterhalb der Wasseroberfläche liegt. Durch diese Bauweise ist er vor seinen Feinden geschützt, die es allerdings bei uns nicht mehr gibt. Denn nur Luchs, Wolf und Bär können ihm gefährlich werden.

 

Johannes Finkfür LeO e.V.

 


 

Das Eichhörnchen

 

Den Eichhörnchen bei uns scheint es gut zu gehen. Das bei uns heimische Eurasische oder Europäische Eichhörnchen ist allgegenwärtig, wenn auch oftmals leider nur in überfahrenem Zustand. Gerade jetzt im Sommer bzw. Herbst fallen viele unerfahrene Junghörnchen dem Verkehr zum Opfer. Es ist die einzige bei uns natürlich verbreitete Eichhörnchenart und kommt in verschiedenen Farbvariationen vor. Neben der klassisch rot gefärbten Variante gibt es welche, bei denen ein Grauton dominiert, aber auch gänzlich schwarze Tiere sowie Farbzwischentöne sind anzutreffen. Allesamt gehören sie jedoch zu einer Art und sind nicht etwa zu verwechseln mit dem aus Nordamerika eingeschlepptem und etwas größeren Grauhörnchen, welches bei uns (noch) nicht vorkommt. Das robustere Grauhörnchen hat das einheimische rote Hörnchen z.B. in England fast komplett verdrängt. Der Grund ist unter anderem, dass das eingeschleppte graue Hörnchen ein Virus in sich trägt, das für das rote Hörnchen oft tödlich ist. Befürchtungen, dass sich diese Entwicklung auch auf dem Kontinent vollziehen könnte, haben sich bislang nicht bestätigt. Die Grauhörnchenpopulationen in Norditalien scheinen derzeit zu stagnieren. Eine wichtige Rolle kommt hier nämlich einem Hauptfeind der Hörnchen zu, dem (Baum-)Marder. Dieser ist in England fast nicht mehr anzutreffen, auf dem europäischen Kontinent aber weit verbreitet. Ironischerweise scheint es gerade der Marder zu sein, der dafür sorgt, dass sich das Grauhörnchen nicht weiter ausbreiten kann.  So haben sich die Eichhörnchen im Laufe der Koevolution an ihren Jäger angepasst, während die Grauhörnchen relativ leichte Beute zu sein scheinen. Die Forschungen sind hierzu noch im Gange und ein abschließendes Ergebnis bleibt abzuwarten. Eichhörnchen sind Kulturfolger und intelligent wie sie sind, haben sie erkannt, dass es in der Nähe der Menschen nicht nur Nahrung gibt, sondern auch meist sicherer als in der freien Natur ist. Im Bild hat sich eine Eichhörnchenmutter einen Nistkasten für die Jungenaufzucht ausgesucht. Sie selbst ruht sich gerade mal aus.

Johannes Fink

 



Neues Projekt in 2021: Infotafeln

LeO e.V. beleuchtet in dieser kleinen Artikelserie die Themen Arten-, Umwelt, Natur- und Klimaschutz und wie sie zusammenhängen.

Im ersten Teil beschreiben wir die Entstehung der Artenvielfalt in Deutschland und welchen Einfluss der Menschen darauf hatte.
Wohl noch nie war das Bewusstsein in der Bevölkerung für Klima-, Umwelt-, Natur- und Artenschutz so ausgeprägt wie momentan. Umweltschutzverbände, Parteien und sogar Industrieunternehmen bekennen sich in nie gekannter Einigkeit zu diesen Zielen. Kein Gesetz und kein Projekt ist heuer durchführbar, steht es nicht irgendwie im Einklang mit obigen Schutzmaßnahmen. Über allem thront jedoch der Klimaschutz, der - so die Annahme - alle anderen Ziele automatisch mit abdeckt: Wer das Klima schützt, der betreibt automatisch auch Arten-, Umwelt- und Naturschutz. In dieser kurzen Artikelserie versuchen wir deshalb, die einzelnen Schutzmaßnahmen und ihre Auswirkungen zu analysieren, und legen dabei den Schwerpunkt auf die Artenvielfalt bzw. den Rückgang der Populationen bei Wirbeltieren und Insekten in den letzten Jahrzehnten.

Zuerst ist festzustellen, dass fast alle der in Mitteleuropa derzeit existierenden Tier- und Pflanzenarten nach der letzten Eiszeit vor ca. 12.000 Jahren aus den östlichen (Warm-)Steppengebieten eingewandert sind. Ein großer Teil Deutschlands war damals von einem Eispanzer bedeckt. Von Norden erstreckten sich die skandinavischen Gletscher bis zur Mitte Deutschlands und von Süden her wuchsen die Alpengletscher bis weit in den süddeutschen Raum hinein. Nur ein Streifen südlich der Mitte Deutschlands war eisfrei, allerdings herrschte überall Permafrost. Fast alle Tier- und Pflanzenarten starben aus, da sie wegen der Alpen- und Pyrenäenbarriere nicht nach Süden und wegen den Karpaten nicht nach Südosten ausweichen konnten. Auf dem amerikanischen Kontinent und in Asien hingegen gab es diese Barriere nicht. Hier konnten sich Tiere und Pflanzen weit nach Süden zurückziehen und, als es später wieder wärmer wurde, in Richtung Norden ausbreiten. Aus diesem Grund gibt es z.B. im Kaukasus zehnmal mehr Baumarten, als in Mitteleuropa.
Die große Mehrzahl der Lebensräume dieser eingewanderten Arten ist eng vom Menschen bzw. von der intensiven (nicht zu verwechseln mit der heutigen industriellen!) landwirtschaftlichen Nutzung durch den Menschen geprägt. Viele Äcker und Felder waren oftmals sandig und karg und boten damit die Grundlage für ein Pflanzen- und Tiereldorado. Fast das gesamte Land war geprägt durch den menschlichen Eingriff und damit nicht natürlichen Ursprungs. Zu den wenigen natürlichen Ausnahmen zählen z.B. Moorlandschaften, Wald und  Gewässer. Durch Waldrodung und Schaffung von Acker- und Grünflächen hat der Mensch praktisch jeden Quadratmeter Land genutzt und auch ausgenutzt.  Die Landwirtschaft hielt die Landschaft von Verbuschung und Bewaldung frei. Dem Boden wurde jahrhundertelang mehr Stickstoff entzogen als durch Düngung hinzugefügt. Aus heutiger Sicht würde man sagen, der Mensch hat den Boden und das Land ausgebeutet. Ließ der Ertrag nach, dann zog man weiter und fing anderswo von neuem an.

Da Land jedoch begrenzt war und die Bevölkerungszahlen stiegen, musste man sich andere Möglichkeiten der Bewirtschaftung einfallen lassen. Mit der Sesshaftwerdung entwickelte sich die Dreifelderwirtschaft. Um dem Auslaugen des Bodens entgegenzuwirken, wurden alle drei Jahre Teilflächen der landwirtschaftlichen Nutzung entzogen, man ließ sie zur Erholung brachliegen und nutzte sie nur zur Viehweide. Hinzu kam, dass vor der Industriellen Revolution praktisch die gesamte Bevölkerung landwirtschaftlich tätig war. Jeder ackerte vor sich hin und bearbeitete seine Parzellen selbständig und unabhängig. Dieses extrem kleinteilige Wirtschaften führte zu einer mosaikartigen Gestaltung der Landschaft und zu einer enormen Artenvielfalt.

Kleine Äcker in der Nachbarschaft zu Wiesen und Wäldern, Bauerngärten rund um die Häuser sowie viele Streuobstwiesen prägten das Ortsbild bis noch in die 1960er Jahre hinein. Dünger war nur so viel vorhanden wie an Tierdung in der Landwirtschaft anfiel. Weidetiere wurden über Nacht auf den Acker gebracht, damit sie den wertvollen Dünger nicht auf den Wiesen fallen ließen. Weiterhin gab es keine Pflanzenschutzmittel, Unkraut musst per Hand gejätet werden und Schädlinge wie z.B. der Kartoffelkäfer wurden von den Kindern per Hand abgelesen. Diese Bedingungen, zusammen mit der Nährstoffarmut im Boden, begünstigten eine unglaubliche Vielfalt an Pflanzen und parallel dazu auch an Insekten und Vögeln. Die nährstoffarmen Flächen leuchteten von dutzenden Blumenarten, die dort wuchsen. Ein Kind im Jahr 2021 kann sich keine Vorstellung davon machen, wie Wiesen früher ausgesehen haben.


Zweiter Teil: Im Zweiten Teil beleuchten wir den Niedergang der Arten mit Beginn der Industriellen Revolution.
Man geht heute davon aus, dass das Artenmaximum in Deutschland vor ca. 150 bis 200 Jahren herrschte. Die Ironie der Geschichte liegt nun darin, dass es erst mit der intensiven Landnutzung durch den Menschen zu dieser enormen Artenvielfalt kam, der wir heutzutage nachtrauern. Begriffe wie Natur- oder Artenschutz waren damals gänzlich unbekannt.

Doch wie kam es dazu, dass Arten verschwunden sind bzw. die Populationen mehr und mehr zurückgehen? Der Wendepunkt kam mit der Industriellen Revolution. Der Rückgang der Arten und Populationen begann zu Beginn schleichend, fast unmerklich. Die Menschen fanden ihr Hauptauskommen immer häufiger in der Industrie und auch im Dienstleistungsgewerbe. Allerdings besaß noch fast jeder zumindest einen Garten - auch in der Stadt - bzw. betrieb im Nebenerwerb noch eine kleine Landwirtschaft. Letztendlich waren es die EU-Agrarpolitik, der vermehrte Einsatz von Kunstdünger sowie der Import von Tierfuttermitteln in Kombination mit der aufkommenden Globalisierung, was dieser Artenvielfaltidylle mittelfristig ein Ende bereitete.

Die EU setzte auf eine effiziente Landwirtschaft mit maschinell zu bearbeitenden Flächen. Flurbereinigungen legten Grundstücke zusammen, die Landwirtschaft war gezwungen sich anzupassen, d.h. zu wachsen. Kleinbäuerliche Strukturen, die letztendlich förderlich für die Artenvielfalt waren, wurden aufgegeben, da sie sich nicht mehr lohnten. Die Landschaft wurde in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts radikal umgebaut und auf Produktivität getrimmt.

Eine der schwärzesten Stunden der EU war hier, als diese bis Mitte der 1970er Jahre Rodungsprämien für Streuobstwiesen auslobte, da sich diese unter den ökonomischen Gegebenheiten nicht mehr rentabel bewirtschaften ließen. Mit der Erfindung des Kunstdüngers durch Justus von Liebig bzw. die industrielle Herstellung desselben mittels des Haber-Bosch-Verfahrens Anfang des 20. Jahrhunderts wurde eine neue Ära der Landwirtschaft eingeleitet. (Brach-)Flächen, die zuvor nicht zu landwirtschaftlichen Zwecken genutzt wurden, konnten nun mittels entsprechender Düngung in den landwirtschaftlichen Produktionsprozess überführt werden. Ein Segen für die Menschheit, der Startschuss für den Rückgang der Arten. Gedüngte und erst recht überdüngte Wiesen sind artenarm. Pflanzen, welche Stickstoff und Phosphat bevorzugen, werden nämlich gefördert, alle anderen Arten zurückgedrängt. Was bleibt sind Fettwiesen, die drei- bis viermal im Jahr gemäht werden können. Blühende Pflanzen gibt es nur noch wenige.

Einen großen Anteil an der Überdüngung haben auch die Industrieabgase, welche zum großen Teil aus Stickstoff bzw. Nitratverbindungen bestehen. Hinzu kam der Import von Tierfutter, der es erstmals ermöglichte, dass Landwirte viel mehr Tiere halten konnten, als die Fläche ihres Landes eigentlich versorgen kann. Die Folge davon war und ist eine Gülleflut, die auf den begrenzten landwirtschaftlichen Flächen nicht mehr sinnvoll untergebracht werden kann. Ihrer eigentlichen Funktion als Dünger beraubt, werden die tierischen Exkremente heutzutage oft nur noch auf den Feldern verklappt. Zu viele Nährstoffe gelangen in den Boden, ohne dass sie umgesetzt werden können. Ausschwemmungen in die Gewässer, die zu Algenblüten führen, und Nitratanreicherungen im Trinkwasser sind die Folge.

Schlussendlich war es dann die Globalisierung bzw. die permanente Verfügbarkeit von hochwertigen Lebensmitteln zu allen Jahreszeiten aus allen Teilen der Welt, welche die letzten Reste der Kleinbäuerlichen Strukturen hinwegfegten. Ein eigener Garten zur Gemüse- und Obstversorgung lohnte sich nicht mehr, also wurde er aufgegeben. Die ortsprägenden Streuobstwiesen fielen der Bauwut der letzten Jahrzehnte zum Opfer. Das Obst, welches sie erzeugten, fand keine Abnehmer mehr, da Plantagenobst günstig und optisch ansprechender war. Bekam man nach der Währungsunion noch 20 bis 25 Mark für einen Zentner Äpfel (das war damals mehr als der Tagesverdienst eines Maurers!), so ist es heutzutage weniger als 1/20tel des damaligen Preises.
Der Satz „Früher war alles besser“ trifft wohl nirgendwo so zu, wie im Falle der Artenvielfalt. Allerdings ist ein Zurück zu den alten Kleinbäuerlichen Strukturen nicht möglich.

Die Situation in Deutschland ist derzeit die, das ca. 15 % der Landesfläche den Natura 2000-Schutzgebietsstatus haben, das ist mehr als die Gesamtfläche Hessens. Dies ist eine riesige Fläche, auf der die Natur einen besonderen Schutzstatus genießt. Natura 2000 umfasst hier die Fauna Flora Habitat (FFH)-Gebiete und die Vogelschutzgebiete. FFH-Gebieten fällt dabei die Aufgabe zu: „wildlebende Arten, deren Lebensräume und die europaweite Vernetzung dieser Lebensräume zu sichern und zu schützen“. D.h. die Voraussetzungen und der politische bzw. gesellschaftliche Wille, etwas für den Artenschutz zu tun, sind also gegeben. Doch warum gibt es trotz dieser Anstrengungen und Gesetze praktisch keinerlei Entspannung beim Artenschutz? Habitate, das heißt Lebensräume, verschwinden immer schneller, obwohl sie doch unter Schutz stehen? Wieso haben wir 75 % der Insektenmasse in den letzten 25 Jahren selbst in den geschützten Gebieten verloren? Die Antwort erfolgt im dritten Teil der Serie.


Dritter Teil: Artenschwund trotz enormer Schutzbemühungen oder warum verschwinden mehr und mehr Arten, wenn doch derzeit so viel wie nie zuvor für deren Schutz unternommen wird?
Die Antwort ist nicht einfach, doch ist es offensichtlich, dass die Naturschutzverordnungen komplett am eigentlichen Ziel vorbeigehen. Die Hauptverursacher des Artenschwundes werden ausgeklammert. So ist es z.B. bei Strafe verboten, Wildblumen zu pflücken oder einen Frosch zu fangen, um einem Kind zu zeigen, wie sich so etwas anfühlt. Den Menschen wird mittels unseres Bundesnaturschutzgesetzes die Möglichkeit genommen, Natur im wahrsten Sinne des Wortes zu „begreifen“. Der Fehler ist, dass zwar die einzelnen Tiere geschützt werden, aber nicht ihre Lebensräume. Wie zu Beginn erläutert, sind fast alle diese wertvollen Lebensräume durch den Menschen entstanden bzw. durch den dauerhaften menschlichen Einfluss in einen Zustand versetzt worden, der die große Artenvielfalt erst ermöglicht hat. Überlässt man diese jetzt sich selbst, also der Natur, dann gehen sie innerhalb weniger Jahre verloren.

Eine der Hauptursachen des Artenschwundes ist nämlich die natürliche Sukzession d.h. die Natur holt sich mittel- und langfristig das zurück, was ihr der Mensch in der Vergangenheit genommen hat. Zum großen Schaden für die Artenvielfalt. Ein Beispiel sind z.B. die Weinbauterrassen am Mittelrhein oder der Mosel. Der Weinbau hielt die Täler offen. Es gab kaum Bewuchs, dafür viele Trockenmauern und unendlich viele wärmeliebende Pflanzen- und Insektenarten, die am Anfang der Nahrungskette für Reptilien und Vögel stehen. Diese Terrassen wachsen jetzt zu und von Artenvielfalt kann keine Rede mehr sein. Auch bei uns erleben wir diese natürliche Sukzession. Es sind hauptsächlich unsere Wiesen, die nur noch da gepflegt werden, wo man sie mit großen Maschinen bearbeiten kann. Steilere Stücke, Hanglagen und sogar ganze Wiesengrundstücke fallen der Verbuschung anheim. Ohne regelmäßige Mahd wachsen als erstes Brombeerhecken, Knöterich und Springkraut, aber auch Waldbäume wie Eichen, Ahorn und Fichten fassen schnell auf den Freiflächen Fuß.

Dies ist ein schleichender Prozess und Veränderung der Landschaft erkennt man erst dann deutlich, wenn man sich Filmaufnahmen oder Fotografien aus den letzten Jahrzehnten anschaut. Bei uns im Odenwald wachsen ganze Täler einfach zu. Haben sich die Bäume erst einmal etabliert, muss man sie aufwändig entfernen und viel schlimmer noch, meist steht der Naturschutz solchen Pflegeaktionen auch noch entgegen. Geradezu grotesk muten hier Aktionen von Kommunen an, welche die letzten Freiflächen aus Klimaschutzgründen auch noch mit Bäumen bepflanzen. Was in manchen Gegenden durchaus Sinn ergibt, ist z.B. bei uns eine Katastrophe für die Artenvielfalt. Der Wald breitet sich bei uns nämlich ohne unser Zutun aus. Im Gegenteil, er müsste eigentlich aus Artenschutzgründen zurückgedrängt werden. Deshalb sind Sturm- oder Borkenkäferschäden im Wald für unzählige Arten ein wahrer Segen. Auf den neu entstandenen Freiflächen pulsiert alsbald das Leben. Zumindest solange, bis der Wald wieder die Oberhand gewinnt, und das wird er im Laufe der Jahre mit Sicherheit tun. Wir sehen also, dass Naturschutz und Artenschutz zwei vollständig verschiedene Dinge sind und sich meist sogar gegenseitig ausschließen.


Vierter Teil: Welchen Beitrag leistet der Klimaschutz zum Artenschutz?
Doch wie sieht es nun mit dem über allem schwebenden Ziel des Klimaschutzes aus? Überall hört man Sätze wie: „Klimaschutz ist Artenschutz“, „Ohne Klimaschutz wird es zu einem großen Artensterben bei uns kommen“, oder „Klimaschutz ist aktiver Naturschutz“. Zu allererst ist festzuhalten, dass bei uns mehr Arten vom wärmeren Klima profitieren als umgekehrt. Z.B. haben freibrütende Vögel deutlich höhere Bruterfolge in warmen und trockenen Sommern, als in kalten und nassen. Auch profitieren viele Insektenarten wie die Europäische Gottesanbeterin, die Blaue Holzbiene, die Wespenspinne und die Blauflügelige Ödlandschrecke vom wärmeren Klima. Alle diese Insekten kommen mittlerweile auch bei uns vor. Mehr und mehr Arten wandern zusätzlich von Sünden her ein, während sich kälteliebende Arten in höhere Regionen zurückziehen bzw. nach Norden ausweichen.

Die Klimaschutzmaßnahmen die derzeit vorangetrieben werden sind unter anderem: Die Dämmung von Gebäuden, der Anbau von Energiepflanzen, der Ausbau von Solar- und Windenergie sowie die Verbrennung von Biomasse bzw. Holz. Dafür wurden in den letzten zwei Jahrzehnten deutschlandweit mehrere 100 Milliarden Euro ausgegeben, doch leider kaum ein messbarer positiver Klimaschutzeffekt erreicht. Für den Artenschutz jedoch, brachten sie enorme Kollateralschäden mit sich. So haben die jahrzehntelangen Bemühungen unsere Häuser wind- und luftdicht einzupacken den Lebensraum Haus – ja, den gibt es tatsächlich – für viele darauf angewiesene Tierarten unbewohnbar gemacht. Fledermäuse finden kaum noch Sommerquartiere und Vögeln wie dem Mauersegler und unseren Hausspatzen wird es unmöglich gemacht in und an solchen Gebäuden zu brüten. Geradezu katastrophal auf die Tierwelt wirken sich die Mais- und Rapsmonokulturen aus, die speziell zur ökologischen Energiegewinnung angelegt werden.

Etwa 20% der gesamten Ackerfläche Deutschlands wird inzwischen zur Energiegewinnung genutzt. Auf diesen Flächen wächst immer nur eine (Energie) Pflanze, alles andere wird weg- und totgespritzt. Auch die Windkraft fordert ihren Blutzoll in der Tierwelt. Alleine für Baden-Württemberg sind in den nächsten Jahren bis zu 2000 Windräder in Wäldern geplant. Manch Grüner Politiker sieht sogar ein Potential von bis zu 20.000 (!) Windindustrieanlagen in Baden-Württemberg. Unsre Heimat würde damit zu einem Industriegebiet umgewandelt werden, mit dramatischen Folgen für Mensch und Tierwelt. Der Lebensraum vieler geschützter Tierarten wie Schwarzstorch, Greifvögel und vieler Fledermausarten verwandelt sich großflächig in eine Industrielandschaft, in dem diese Arten auf Dauer nicht überleben können. Fotovoltaik Anlagen werden zunehmen auch auf Freiflächen gebaut. Ausgewählt werden vermeintlich minderwertige Flächen wie Ruderalflächen (Rohbodenflächen/Kultur- und Industriebrachen), ehemalige Mülldeponien oder auch Schwermetallrasen (meist entstanden aus dem Abraum des Bergbaus). Für den Laien ist es erst einmal unverständlich, dass gerade diese Habitate durchaus schützenswert sind. Doch gerade hier siedeln sich Arten an, die andernorts schon ausgestorben sind.

Schlussendlich wird immer mehr Holz im Namen des Klimaschutzes verbrannt. Wohlwissend, dass das Verbrennen von Holz mehr CO2 frei setzt als selbst die Verbrennung von Braunkohle und es Jahrzehnte dauert, bis nachwachsende Bäume das wieder ausgeglichen haben.

Derzeit explodiert der weltweite Handel mit Holzpellets mit fatalen Folgen für die Waldgebiete Osteuropas, Nordamerikas und auch der Tropen. Weltweit werden Urwälder kahl geschlagen um in umgerüsteten Steinkohlekraftwerken „klimaneutral“ verbrannt zu werden. Somit ist klar, dass Klimaschutz wie wir ihn betreiben niemals Artenschutz bedeuten kann, sondern Arten eher vernichtet, als sie schützt. Die positiven Auswirkungen von Klimaschutzmaßnahmen auf den Artenschutz sind daher ein Mythos, der landauf und landab immer wieder – hauptsächlich von Profiteuren dieser Klimaschutzmaßnahmen - verbreitet wird.

Siehe dazu auch:

TAZ-Artenschutz und Klimakrise: Die Natur der Grünen

TAZ-Kritik an Dänemarks Klimapolitik: Holz, das den Wald zerstört

TAZ-Die Kraft der Zerstörung

Spektrum - Wie Holzpellets die Wälder ruinieren

Welt - Die naive Sorglosigkeit der Holzpellets-Heizer

Deutschlandfunk: Holzpellets - Klimapolitischer Holzweg?

RobinWood - Desaster fürs Klima

Kalte Sonne - Die Mär von einer klimaneutralen Pelletheizung

Business Insider - Aufruf von mehr als 500 Wissenschaftlern: Verbrennt kein Holz

Naturwald Akademie: Ist Holz die neue Braunkohle?

Klimareporter- Deutschland rodet in Rümänien mit

Klimareporter-Pellets mit schmutzigem Geheimnis

Zeit - Ab durch den Kamin

Epple-Das Programm von Bündnis90/Die Grünen: Waldvernichtung durch Windkraft

SZ-Holz statt Öl

Tagesanzeiger - Heizen mit Holz - eine dumme Idee

Zeit-Wälder, verheizt im Namen des Klimas

Novo-Warum Erneuerbare Energien das Klima nicht retten

Spektrum - Windenergie -Streitfall Rotmilan

Nabu - Negativer Zusammenhang zwischen WKA-Dichte und Bestandstrends

Stern - So haben Windkraftanlagen in Indien die Raubvögel dezimiert

Welt - Mehr Rotmilane durch Windkraftanlagen getötet als bekannt

Das Erste - [W] wie Wissen. Wie gefährlich sind Windkraftanlagen für Vögel und Fledermäuse?

 
Johannes Fink für LeO e.V.


 

Die ersten Bienen sind in die Waben unserer "Paten" eingezogen.

 

13.04.2020


Download
Klima und Wald – eine aktuelle Betrachtung (eine etwas umfangreichere, aber sehr interessante Broschüre)
Klima-und-Wald.pdf
Adobe Acrobat Dokument 4.5 MB

Geplante Aktivitäten für 2021

Fortsetzung und Intensivierung der

  • Kooperation mit dem "Netzwerk blühende Landschaften" (weitere Flächen für Blühwiesen)
  • Zusammenarbeit mit Vereinen und Bürgerinitiativen mit ähnlichen Zielen
  • Öffentlichkeitsarbeit (Veröffentlichungen und Infostände)
  •  Zusammenarbeit mit politischen Parteien und Institutionen
  • Aktiver Artenschutz

 

 

Fortführung regelmäßiger Infoveranstaltungen zum Thema:

  • Sachstand und Entwicklung Windindustrie
  • Alternativen zur Unterstützung des Klimaschutzes

 

 

Projekte:

  • Infotafel an verschiedenen Standorten
  • Aktiver Artenschutz
    • Maßnahmen zum Insekten- und Vogelschutz
    • Kartierung und Dokumentation von Vorkommen schützenswerter Arten
  • Geführte Themenwanderungen
  • Heranführung von Kindern an das Thema Natur- und Artenschutz
    • Bau von Nistkästen
    • Basteln von Vogelfutterglocken (Weihnachtsmarkt)

 

 

Die Infotafel des Vereins Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach e.V.  wurde von der Bevölkerung angenommen. Es wird regelmäßig besucht, Informationen gelesen und es gab auch bereits die ersten Aufnahmeanträge durch die angebrachten Flyer.



Wer macht mit?

Wir werden auch in 2021 die Kooperation mit dem „Netzwerk Blühende Landschaft“ weiterführen.

3 wunderschöne Blühwiesen haben wir in Eiterbach und Vorderheubach in 2018 angelegt. Wir freuten uns über viele Blumen und zahlreiche Insekten.

Wir suchen nun weitere Mitstreiter für dieses tolle Projekt.

Wer möchte die Natur unterstützen und stellt eine Fläche zur Aussaat von insektenfreundlichen Blühwiesen zur Verfügung? Es genügt bereits eine Fläche ab ca. 10 m².

Der Samen wird gestellt, die Fläche muss selbst vorbereitet werden. LeO e.V. ist der Koordinator des Projekts und beantwortet gerne alle Fragen.Wir würden uns sehr über weitere Teilnehmer freuen.

 

Bitte meldet euch bei:   Lebenswerter-Odenwald@posteo.de

 

Herzliche Grüße

 

Der Vorstand

 


Neues vom Schwarzstorch

 

 

Inzwischen sind auch die Schwarzstörche zurückgekehrt und wurden rund um das Steinach- und Ulfenbachtal gesehen. Bitte melden Sie uns dringend Schwarzstorchsichtungen unter Angabe der Temperatur, des Wetters, der Flugroute und falls möglich mit einem Foto, an 

=>  lebenswerter-odenwald@posteo.de

 

Vielen Dank


 

Bitte unterstützen Sie uns durch Ihre Mitarbeit oder Spenden auf das Konto:

Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach e.V.

Volksbank Kurpfalz eG, Heidelberg

 

BIC: GENODE61WNM

 

IBAN: DE67 6709 2300 0033 3047 22