Aktuelle    Termine

Unsere nächste Podiumsdiskussion findet am 03.12.2019 in der Steinachtalhalle in Heiligkreuzsteinach statt. Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Wir laden Sie herzlich zu unserer Podiumsdiskussion „Windkraft im Odenwald - Bestandsaufnahme und Ausblick“ am 3.12.19 um 19 Uhr ein. Der Veranstaltungsort ist die Steinachtalhalle, Karl-Brand-Platz, Heiligkreuzsteinach.
  
Podiumsteilnehmer sind:     René Rock, Vorsitzender der FDP-Fraktion im hessischen Landtag
                                               Dr. Albrecht Schütte, MdL Baden-Württemberg
                                               Hermino Katzenstein, MdL Baden-Württemberg
                                               Dirk Bernd, Biologe und Artenschutzfachgutachter, MUNA-Vorsitzender

Die Veranstaltung beginnt mit einem Statement der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des GVV Schönau. Anschließend geben die Podiumsteilnehmer aus ihrer Sicht eine Bestandsaufnahme und Ausblick zum Thema Windenergie an der badisch-hessischen Grenze.

Im zweiten Teil der Veranstaltung findet eine Diskussion mit den Besuchern statt.

 


 

Danach besteht die Möglichkeit, bei einem kleinen Imbiss miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Firma Solar Pfeifer und der Verein MUNA e.V. werden mit Infoständen präsent sein.
Es würde uns sehr freuen, wenn Sie an unserer Veranstaltung teilnehmen.

Herzliche Grüße
Martina Gaudes - Vorsitzende Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach e.V.

 


Rückblicke auf Veranstaltungen des Vereins Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach e.V. (LeO e.V.)

Rückblick auf die Informationsveranstaltung zum Thema:

Mobilfunkausbau - Gefahr für Menschen, Tiere und Pflanzen

Rückblick auf das Benefizkonzert vom 15.11.2019 in der ev. Kirche in Heiligkreuzsteinach

 

Viele musikalisch Aktive waren bereit, sich für den guten Zweck des Vereins "LEO", Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach e. V. einzubringen:

 

  • Grandios eröffnet von Heidi Utech, Pianistin, mit Tochter Luisa, Koloratursopranistin. Deren wunderbar klare Stimme versetzte uns mit Arien von Händel und Verdi in Staunen und brachte die Kirche zum Klingen.
  • Es folgten  Iris Münch, Akkordeon, mit Tochter Charlotte, Querflöte. Die junge Charlotte spielte harmonisch und klangvoll mit ihrer Mutter die Air von Bach. Es ist immer wieder ein besonderer Genuss, das Akkordeon auch mit klassischer Musik zu hören. Danach glänzte Iris mit dem Solo des irischen Volksliedes „Londonderry Air“.  
  • Nun kam die Jazz-Band "Just Friends", ein Neuling in der Runde, alte Hasen in der Musik: Klassic- Jazz der 70er Jahre vom Feinsten, Ton, Improvisation, Rhythmus bis in die Zehenspitzen sichtbar, herrliche Oldies wie "Crazy Rhythm", "O when the Saints". Die Begeisterung des Publikums drückte sich im Mitklatschen aus!
  • Im Anschluss traten das uns mittlerweile vertraute Gesangsduo Irmtrud Menz und Anne-Kathrin Pfahl auf, begleitet von Gudrun Harbig-Kühn am Klavier. Die beiden Stimmen waren wohltuend ausgewogen aufeinander bezogen. Die Bandbreite ihrer Lieder reichte von „Lead me – guide me“ über „Bitten“ (von Beethoven) zu „Calon Lan“, „I’ve got a feeling“, „An Irish Blessing“ zu „Dreaming“ (von Lorenz Maierhofer).
  • Den vorletzten Programmpunkt bildete Alice Raabe, Gesang, begleitet von der jungen
  • Charlotte Vitek am Klavier aus Neckarhausen-Edingen, die spontan zugesagt hatte, Alice zu begleiten. Alice warme Stimme füllte die Kirche mit gefühlvollen Melodien von Adele und aus den Filmen "Wie im Himmel" und "Les Choristes“. Wunderbar schlicht und gefühlvoll gesungen klangen die Lieder in einem nach.
  • Zum Abschluss erfreute uns Walter Bernhold mit seiner Gitarre. Aus gegebenem Anlass überraschte er uns mit einem neuen Lied aus seiner Feder, das die Schönheit unserer Landschaft beschreibt: "Macht das nicht kaputt". Gemeinsam mit dem Publikum endete das Konzert wie im Vorjahr mit seinem Lied "Ode an Heiligkreuzsteinach".

 

 Herzlichen Dank an:

 

  • alle, die sich eingebracht haben
  • alle, die den Abend geplant und vorbereitet haben
  • und last, but noch least an das Publikum, das die offene Art aller Beteiligten und die freundliche Stimmung widerspiegelte.

 

 Der Ausklang fand statt – wo? Na klar: im „Hirsch“.

 A.Stöhr

 

 

Dankeschön!!!

Im Namen des Vorstands möchte ich mich sehr herzlich bei allen Künstlern, die beim Benefizkonzert aufgetreten sind, bedanken. Sie haben uns mit Ihrer wundervollen Musik reich beschenkt. Das Programm war wieder voller schöner Überraschungen. Die große musikalische Vielfalt und die freudig, liebevoll vorgetragene Musik berührte die Zuhörer sehr. Nach dem Konzert sahen wir viele strahlende Gesichter und glückliche Menschen. Auch bei den Zuhörern möchten wir uns von Herzen bedanken. Es wurden für Naturschutzprojekte des Vereins stolze 718 € gespendet. Wir freuen uns schon auf das nächste Konzert am 13.11.2020. Unser Dank gilt auch der ev. Kirchengemeinde, die uns die Kirche zur Verfügung stellte. Heiligkreuzsteinach ist einfach ein ganz vielseitiges, liebenswertes Dorf mit vielen besonderen Menschen.

Martina Gaudes mit dem Vorstand

Rückblick auf den 10. LeO Stammtisch in Eiterbach in dem Gasthaus "Zur goldenen Krone" am 25.10.2019

Der Biologe Dr. Ulrich Weinhold hat uns in einer ausführlichen, überaus interessanten und sehr kurzweiligen Präsentation das Leben von Fledermäusen näher gebracht. Er ist auf die heimische (leider bedrohte) Artenvielfalt, genauso wie auf die Lebensräume eingegangen. Wir wurden auf die unterschiedlichsten Quartiere (Sommer- und Winterquartier) aufmerksam gemacht. Fledermäuse legen bis zu über 100 km vom Sommer- bis zum Winterquartier zurück - je nach Art und Größe der Fledermaus.

Es gab so viel Interessantes zu hören. Wie können Fledermäuse einen Gegenstand orten und umfliegen, wie gebären sie im hängenden Zustand, wie ziehen sie das Junge auf, was fressen sie und wie können sie es fangen.

Interessant war auch ein Beitrag einer Fledermausliebhaberin. In ihrem Rollladenkasten leben schon seit Jahren in jedem Sommer Fledermäuse. Die Muttertiere gehen mit den Jungtieren, die sich an ihrem Bauch festkrallen, auf Beutezüge. Dabei kann es vorkommen, dass die Jungtiere abstürzen und hilflos am Boden liegen. Die Fledermausliebhaberin fand schon mehrere Jungtiere und machte sich kundig, wie man die kleinen Fledermäuse retten kann. Hier ist ihr Tipp: Man füllt eine Flasche mit warmem Wasser und stülpt eine Socke darüber. Dann hängt man das Fledermausjunge daran. Es krallt sich fest wie bei der Mutter. Wenn es gut geht, dann holt die Fledermausmama irgendwann in der Nacht ihr Baby wieder ab. Sie erkennt es am "Schrei".

Wir könnten hier noch viel, viel mehr schreiben ..... wir hoffen, Sie sind das nächste Mal dabei bei dem nächsten wundervollen Vortrag von Dr. Ulrich Weinhold oder unseren anderen Vorträgen und Veranstaltungen.

An dieser Stelle bedanken wir uns recht herzlich für den hervorragenden Vortrag von Dr. Ulrich Weinhold

Sandra und Harald Fay

 

 

Rückblick auf den LeO-Infostand am 28. September 2019 in Heiligkreuzsteinach

Um mit den Heiligkreuzsteinachern zum Thema Naturschutz und Windkraft ins Gespräch zu kommen, fand am 28.9. unser LeO- Infostand statt. Dabei unterstützten wir auch die Aktion vom Naturpark-Neckartal-Odenwald mit dem Thema „Wo geht es hin?“. Auf einer Postkarte konnte jeder seine Wünsche und Ideen einbringen. Von uns wurden die Karten dann im Naturparkzentrum in Eberbach abgegeben. Es kamen viele interessante Ideen zusammen. Viele Bürger wünschten sich eine nachhaltigere, schonendere Waldbewirtschaftung. Die Waldwirtschaftswege werden inzwischen auf 3,50 m verbreitert und bereiten Wanderern keine große Freude. Wir sind gespannt, inwieweit es möglich ist, die genannten Wünsche umzusetzen.

 

Martina Gaudes

 

Rückblick auf die Fledermauswanderung vom Freitag den 20. September 2019

Treffpunkt war am Brunnen des Marktplatz in Heiligkreuzsteinach. Der Biologe Dr. Ulrich Weinhold hat die Teilnehmer mit der Lebensweise dieser faszinierenden Tiere vertraut gemachen. Mit Hilfe eines Fledermausdetektors konnte er die Rufe der Fledermäuse hörbar machen. Diese abendliche Wanderung war sehr spannend.

 

Rückblick auf das 3. LeO Mitgliederfest am 03.08.2019

Rückblick auf den neunten LeO Stammtisch vom 19. 07 . 2019 im Hirschgarten des Gasthauses "Goldener Hirsch" Heiligkreuzsteinach

Beim diesem Stammtisch haben wir über den Beschluss der Regionalversammlung Südhessen informiert:

Am 14.06.2019 kam die Regionalversammlung erneut zusammen, um über den Teilplan Erneuerbare Energien (TPEE) abzustimmen. Es wurde beschlossen, 1,4 Prozent der Fläche Südhessens für Windenergie bereitzustellen. Ein Teil der vorher ausgewählten Vorrangflächen, wurde als "Weißfläche" deklariert. Das bedeutet, sie sind "potenziell zulässige Windkraftstandorte". Diese Flächen betragen nochmal 0,8 Prozent. Die Ausweisung der "Weißflächen" erfolgte aufgrund der vielen Widersprüche gegen den TPEE (über 50 0000) . Das bedeutet trotzdem noch, dass der Odenwald die Hauptlast Südhessens für den Windkraftausbau tragen muss. Leider wurden damit unsere schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Die hessische Landesregierung muss diesem Beschluss noch zustimmen.

 

Rückblick auf die Protestwanderung am 11.05.2019 zum "Weißen Stein"

Am 11.5.2019 fand gemeinsam mit der BI „Rettet den Odenwald“ unsere Protestwanderung gegen einen zügellosen Windkraftausbau im Odenwald statt. Trotz regnerischen Wetters und ungemütlicher Temperaturen kamen ca. 90 Naturfreunde und Umweltschützer zum Treffpunkt am „Langen Kirschbaum“. Die anschließende Wanderung zum „Weißen Stein“ führte uns direkt an den geplanten Windkraftstandorten vorbei. Dr. Richard Leiner von der Organisation „Rettet den Odenwald“ erläuterte, dass die WEAs in einer steilen Hanglange errichtet werden sollen. Dies bedeutet massive Erdbewegungen und damit auch dramatische Eingriffe in den Wasserhaushalt, den Waldboden und die gesamte Natur. Zu erwähnen ist noch, dass diese Anlagen dann lediglich 1 km von Wilhelmsfeld entfernt wären und das Ortsbild dominieren würden. Komplett ungeklärt sind die Auswirkungen von Lärm und Infraschall auf die Anwohner.

In der Höhengaststätte angekommen begrüßte unsere Vorsitzende, Martina Gaudes, die Anwesenden. Ronny Knierim sorgte für das musikalische Rahmenprogramm mit seinem selbstgedichteten „Odenwaldblues“. Im folgenden Redebeitrag berichtete Dr. Richard Leiner über die Pläne, welche die hessischen und baden-württembergischen Politiker mit dem Odenwald vorhaben. Eindeutig erkennbar ist die Tatsache, dass man die Stadtbevölkerung mit den „Segnungen“ der Windindustrie nicht belästigen will. Die Windindustrieanlagen sollen möglichst fern der Städte und deshalb auch im Odenwald gebaut werden. Dass diesem Vorhaben Umwelt- und Naturschutz entgegenstehen, scheint keinen der politischen Entscheidungsträger dabei zu interessieren. Trotz nachgewiesener Vorkommen streng geschützter Tierarten wie Schwarzstorch und Rotmilan (der Weltbestand beider Arten beträgt jeweils gerade mal 20.000 Paare) wird geplant, als ob es diese Tiere im Odenwald nicht gäbe. In Hessen hat man hier sogar den Vorteil, dass 2008 viele Landschaftsschutzgebiete – u.a. große Teile des Odenwalds – aufgehoben wurden, denn die hätten den Windkraftausbau nur behindert. Richard Leiners Hauptanliegen ist es, die letzten halbwegs zusammenhängenden Buchen- und Laubmischwaldregionen wie den Odenwald dauerhaft unter Schutz zu stellen und damit einen frühen Nachhaltigkeitsgedanken wieder aufzugreifen, der Pate bei der Entdeckung des Odenwaldes als Natur- und Naherholungsgebiet gestanden hat.

 

Im Anschluss erläuterte Johannes Fink die potentiellen Auswirkungen auf die Bürgerinnen und Bürger des GVV Schönau, wenn die Windkraftplanungen der Politik Wirklichkeit werden sollten. Zu den bereits bestehenden zehn Anlangen in Grein und am Stillfüssel kommen in unmittelbarer Nähe sechs weitere Vorranggebiete hinzu. Jede dieser Zonen bietet Platz für drei bis sechs 250 Meter hohe Windindustrieanlagen. Werden die Planungen wahr, dann wird sich über den Köpfen der Menschen Windrad an Windrad reihen. Unvorstellbar, dass ein Mensch hier in Zukunft noch leben will. Die Hauptverantwortung für diese geplante Naturzerstörung sah der Referent bei den Grünen Politikern, die seiner Meinung nach mehr nach ihrer Ideologie und weniger nach den messbaren positiven Effekten für die Gesellschaft und das Klima handeln. Zudem äußerte sich Johannes Fink enttäuscht darüber, dass keiner der GVV Bürgermeister anwesend war. Er meinte, dass hier wohl noch etwas Überzeugungsarbeit geleistet werden müsse.

 

Zum Abschluss zeigte Herr Rainer Hofmann von der „BI Greiner Eck“ eine eindrucksvolle Präsentation mit Fotos und Hintergrundinformationen, wie das besonders geschützte Flora-Fauna-Habitat in Grein zu einem Windindustriegebiet verwandelt wurde. Wo zuvor noch geschlossener Wald war, wurden für die Windkraft gigantische Wunden in die Natur gerissen. Zu allem Überfluss ist der zur Befestigung verwendete Schotter nachweislich mit Arsen kontaminiert. Die langfristigen Auswirkungen auf das Trinkwasser sind ungewiss. Für uns als Verein stellt sich die Frage, ob der Odenwald weiterhin ein UNESCO GLOBAL GEO-PARK bleibt oder in ein Windindustriegebiet umgewandelt wird.

 

Rückblick auf den achten LeO Stammtisch im Gasthaus "Goldener Hirsch" in Heiligkreuzsteinach am 25.04.2019

Am Donnerstag,  25.04.2019 fand um 19:00 Uhr unser achter Stammtisch statt. Diesmal trafen wir uns in der  Gaststätte "Goldener Hirsch" in Heiligkreuzsteinach. Es fand unter anderem ein regen Informationsaustausch über die Programme der Parteien für die nächste Wahl statt. Des weiteren gab es Information über den Stopp von zwei geplante Windindustrieanlagen.  Der Stopp am Flockenbusch kann sich jedoch negativ für uns Auswirken.

 

 

Rückblick auf die Jahreshauptversammlung am Freitag 29. März 2019 in Eiterbach

Am letzten Freitag fand die Jahreshauptversammlung unseres Vereins statt. Nachdem der Vorstand und der Schatzmeister durch die Mitgliederversammlung entlastet wurden, fanden die Neuwahlen statt.

 

Der neu gewählte Vorstand besteht aus:

 

1. Vorsitzende: Martina Gaudes

2. Vorsitzender: Bernhard Stay

3. Vorsitzende: Manuela Palmer

4. Schatzmeister: Harald Fay

5. Schriftführerin: Martina Hildenbrand

6. Kassenprüferinnen: Anja Schork-Raabe, Gwenaëlle Matthies

 

Im Namen des Vorstands möchte ich mich sehr herzlich bei Gerhard Neumann bedanken, der die Wahlleitung sehr gut vorbereitet übernahm und bei allen anwesenden Mitgliedern, die uns sehr positive Rückmeldungen für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr gaben.

Letzte Woche erhielten wir noch die gute Nachricht, dass der Bau von drei geplanten Windkraftanlagen am Flockenbusch vom Verwaltungsgericht Darmstadt abgelehnt wurde.

 

Martina Gaudes

 

 Rückblick auf die Dorfputzaktion am Samstag  23. März 2019 in Heiligkreuzsteinach

 

Unser Dorf putzt sich heraus

 

Die Dorfputzaktion am letzten Samstag war ein voller Erfolg! Wir waren überwältigt von den vielen Helfern, die morgens um 10.00 Uhr auf dem Karl-Brand-Platz erschienen. Sogar die ganz Kleinen unterstützten die Aktion mit vollem Einsatz. Unser Dank gilt der Vielzahl von Vertretern der örtlichen Vereine und Parteien und auch der Bürgermeisterin, Frau Pfahl, die unsere Initiative sehr tatkräftig unterstützte und mit umsetzte.

Nachdem die Gruppen sich abgesprochen hatten, wer welche Bereiche übernimmt, ging es mit vollem Einsatz los. Ein Teil unseres LeO-Teams übernahm die Landstraße und den Bach von Heiligkreuzsteinach bis ins hintere Eiterbachtal. Gleich in dem kleinen Wäldchen zwischen Heilig und Eiterbach wurden wir leider sehr fündig. Unmengen von Glasflaschen, Plastikresten und einen Beutel mit Müll, der in die grüne Tonne gehört hätte, waren überall auf dem steilen Abhang verteilt. Wir kletterten wie die Bergziegen hoch und hinunter, um an die Abfälle zu gelangen. Auch viele „Coffee to go“-Becher flogen auf den Wiesen herum. Es ist schon sehr schade, dass die Menschen alles so achtlos in die Natur werfen, obwohl wir ein gut funktionierendes Müllentsorgungssystem haben. Interessant sind die Verrottungszeiten von verschiedenen Abfällen. Getränkedosen benötigen 80 -200 Jahre, Chipstüten 80 Jahre, PET-Flaschen bis zu 500 Jahren bis sie zersetzt sind. Spitzenreiter ist die Glasflasche. Da sie aus Quarzsand besteht, verrottet sie nicht. Sie kann bis zu 1 Million Jahre bestehen.

 

Um 13.00 Uhr trafen sich alle fleißigen Sammler wieder am Karl-Brand-Platz. Alle Gruppen hatten ähnliche Erfahrungen gemacht wie wir. Auf den Anhängern türmte sich der Müll. Zum Abschluss verwöhnte uns die Gemeinde noch mit einem sehr leckeren Imbiss, der bei herrlichem Sonnenschein im „Grünen Klassenzimmer“ der Grundschule genossen wurde.

 

Die Dorfputzaktion war also ein sehr wichtiger Beitrag für einen aktiven Naturschutz, insbesondere, wenn man an die unglaublich langen Verrottungszeiten denkt. Wenn alle zusammen helfen, kann man viel erreichen!

 

Martina Gaudes mit dem Vorstand

 

 

 

Rückblick auf den Vortrag von Niko Paech am 04.02.2019 in der Uni-Heidelberg

Thema: Klimaschutz und wie das weltwirtschaftliche Wachstum diesen beeinflusst

 

Nachhaltigkeit im Klimaschutz

Der Volkswirtschaftler Niko Paech, einer der bedeutendsten deutschen Wachstumskritiker, war am Montag den 04. Feb. 2019 in der Uni-Heidelberg zu Gast. Eine kleine Delegation der BI LeO hat sich seinen Vortrag nicht entgehen lassen.

Niko Paech referierte zum Thema Klimaschutz und wie das weltwirtschaftliche Wachstum diesen beeinflusst. Er machte deutlich, weshalb der eingeschlagene Weg der deutschen Energiewende nicht zum Ziel, nämlich einer drastischen Senkung des CO2 Ausstoßes, führen kann. Sein Lösungsansatz ist unbequem, denn er hält uns Menschen einen Spiegel vor.

Folgende Thesen stellt er in den Raum:

  • Ökologische Probleme (z.B. Klimaschutz) können durch technischen Fortschritt allein nicht gelöst werden
  • Wirtschaftswachstum kann nicht von Umweltschäden entkoppelt werden. Ein „Grünes Wachstum“ gibt es nicht
  • Die Lösung kann nur Selbstbeschränkung lauten, speziell bei der Mobilität (z.B. Flugreisen) und beim Konsum

Ausgehend von der Frage, was es grundsätzlich bedeute, sich nach dem Postulat Klimaschutz zu verhalten, nahm Herr Paech den CO2 Ausstoß des Einzelnen in den Fokus. Nach aktueller Berechnung beträgt dieser pro Kopf in Deutschland ca. 12 Tonnen im Jahr. Damit ist er ca. 4 – 5-mal so hoch, wie er, verteilt auf die ganze Weltbevölkerung, als obere Belastungsgrenze für unseren Planeten zu tolerieren wäre. Doch wie können wir einen entsprechenden Wert von 2,5 Tonnen pro Person erreichen?

Das es dazu unterschiedliche Vorstellungen und gegensätzliche Ansätze gibt, liegt auf der Hand. Herr Paech stellte hier die Grüne Wachstumsideologie gegen eine Postwachstumsökonomie (Degroth).

Die aktuelle Form der Energiewende folge den Prinzipien des Grünen Wachstums. Da die Kosten der Energiewende jedes Jahr mehr als 30 Milliarden betragen und der CO2 Ausstoß trotz des Zubaus von Wind- und Solaranlagen so gut wie nicht reduziert werden konnte, sieht er diesen Ansatz als nicht erfolgversprechend an. Im Gegensatz dazu fordert er einen an Nachhaltigkeit orientierten, reduzierten Energieverbrauch, der Konsequenzen für den Lebensstil des Einzelnen hat. So stellte Herr Paech z.B. Flugreisen und Kreuzfahrten als vernichtend für jede CO2 Bilanz dar. Wussten Sie, dass allein 3 Kraftwerke mit der Dimension von je 1000 MW notwendig seien, um jede Nacht die digitalen Endgeräte in Deutschland aufzuladen? Wo überschreiten wir sinnvolle Entwicklungsgrenzen hinsichtlich des Natur- und Arten­schutzes auch in Hinblick auf technische Machbarkeit und ihre Finanzierung?

Herr Paech sprach über verschiedene Möglichkeiten, wie jeder Einzelne etwas zum Klimaschutz beitragen könne. Dabei wurde deutlich, dass ein Klimaschutz Bestandteil unserer Lebensweise sein muss. Jedes Handeln, jeder Einkauf, jede Autofahrt etc. hat Konsequenzen und verändert die CO2 Bilanz. Ein veränderter, an Nachhaltigkeit orientierter Lebensstil wurde als Lösungsansatz zu dem Motto „weiter so wie bisher“ von Herrn Paech dringend empfohlen. Dazu hatte er 17 Anregungen, wie jeder Einzelne von uns zum Klimaschutz beitragen könne, zusammengestellt. Eine davon war z.B. der „Einkauf von regionalen und saisonalen Produkten“, eine andere “Nicht alles kaufen, sondern gemeinsam mit anderen Produkte nutzen“. Das kann von Car-sharing, der Teilnahme bei HUSCH, bis zur Anschaffung einer gemeinsamen Gefriertruhe etc. innerhalb einer Hausgemeinschaft vieles mehr umfassen. Ziel ist für Herrn Paech der Umbau und Rückbau als Integrative Energiewende, ein Kompromiss zwischen beiden Ansätzen. Für den Umbau sind technische Lösungen erforderlich, die zu einer Optimierung und Speicherung beitragen können. Für den Rückbau steht der oben beschriebene andere Lebensstil. Als weitere Stichworte seien hier Genügsamkeit und Selbstversorgung genannt.

Dies hört sich jetzt erst einmal nicht prickelnd an, wer will schon gerne auf seinen gewohnten Komfort verzichten. Doch bei näherem Hinsehen scheint es eine einfache Alternative, die in eine Sackkasse geratene, zu teure Energiewende umzusetzen. Denn es gibt nur eine Erde und keinen Planeten B. Die Änderung der CO2-Bilanz jedes Einzelnen ist für die Erhaltung einer lebenswerten Atmosphäre notwendig. „Informieren Sie sich über den eigenen CO2 Rucksack und senken Sie Ihren Ausstoß.“ Im Internet werden verschiedene Seiten zur Berechnung der eigenen CO2 Bilanz angeboten oder informieren Sie sich z.B. in dem Buch „Pendos CO2 Zähler“.

 

Johannes Fink      Manuela Palmer     Wolfgang Roesch

Rückblick auf den 7. LeO Stammtisch in Eiterbach in dem Gasthaus "Zur goldenen Krone" am 18.01.2019

 

Am 18.01.2019 trafen sich Mitglieder, Freunde und Gönner von LeO e.V. zum regelmäßigen Stammtisch in der Krone in Eiterbach. Ein Hauptthema an diesem Abend war der geplante Ausbau der Windkraft rund um Heiligkreuzsteinach. Ursprünglich sollte am 14.12.2018 die Regionalversammlung Südhessen über den Plan des Regierungspräsidiums Darmstadt entscheiden, der mehr als 3.000 (!) ha Windkraftvorrangfläche mitten in den Wäldern des Odenwaldes vorsieht. Das hätte bedeutet, dass der Weg frei gemacht würde für hunderte von Windrädern im Wald. Einer der ältesten Naturparks sollte zum Industriegebiet umgewandelt werden. Diese Entscheidung wurde erst einmal auf das Frühjahr 2019 vertagt, da die Vorlage des RP Darmstadt offensichtlich gravierende Mängel enthält. Der Odenwald ist eines der letzten noch halbwegs zusammenhängenden großen Laubmischwaldgebiete Deutschlands - unersetzlicher Lebensraum für bedrohte Wald-Tierarten wie Schwarzstorch, Uhu, Rotmilan, Grauspecht und viele Fledermausarten. Seit Generationen wird versucht, den Odenwald als Naturraum zu bewahren - Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete, europäische Schutzgebiete (Natura 2000) und sein Status als Naturpark zeugen von diesem Bemühen. Seit 2015 hat der Odenwald als Geo-Naturpark sogar den Rang eines UNESCO Weltkulturerbes.

 

Doch nicht nur die Hessen planen einen massiven Ausbau der Windkraft in unmittelbarer Nähe unserer Gemeinde, hinzu kommen noch die Pläne auf der Baden-Württemberger Seite, die der Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim derzeit umsetzt. Beide Gruppierungen, die Regionalversammlung Südhessen und der Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim, weisen Vorranggebiete direkt an den jeweiligen Landes- und Gemarkungsgrenzen aus. D.h. möglichst weit weg von den Städten und direkt im Odenwald. Für Heiligkreuzsteinach bzw. die Mitglieder im Gemeindeverwaltungsverband Schönau ist das eine Katastrophe. Als Nichtmitglieder haben sie erst einmal kein Stimmrecht. Einwände werden lediglich zur Kenntnis genommen und letztendlich dann wohl ignoriert.

 

Zur Abstimmung in Hessen direkt um Heiligkreuzsteinach stehen derzeit folgende Windkraftvorranggebiete an:

 

-          Löffelsbuckel (Nähe Stiefelhöhe)

 

-          Hardberg (Oberhalb der Lichtenklinge / Gemarkungsgrenze zu Heiligkreuzsteinach)

 

-          Flockenbusch (Unter-Schönmattenwag)

 

-          Hinzu kommen die bereits bestehenden Anlagen am Greiner Eck und am Stillfüssel, die

 

            erweitert werden können.

 

Der Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim plant derzeit folgende Vorranggebiete in unmittelbarer Nähe:

 

-          Heiligkreuz/Rippenweiher

 

-          Ursenbach (Ursenbacher Höhe)

 

-          Weißer Stein (Gemarkung Dossenheim)

 

-          Hinzu kommen eventuell weitere Vorranggebiete um Weinheim, da die grüne Landesregierung plant, die Umwelt- und 

 

            Naturschutzgesetze weiter aufzuweichen.

 

Wenn diese Pläne auch nur zum Teil verabschiedet werden sollten, dann werden die Auswirkungen auf die Gemeinde Heiligkreuzsteinach dramatisch sein. Die Vorranggebiete sind  nur wenige Kilometer von unserer Gemeinde entfernt. Auf jeder dieser Flächen werden mehrere Anlagen stehen. Über den Köpfen der Heiligkreuzsteinacher wird sich Windkraftanlage an Windkraftanlage reihen. Es ist die Landbevölkerung, auf deren Rücken eine nichtfunktionierende Energiewende durchgeführt werden soll. Aus diesem Grunde ist es geboten zu handeln und sich diesen Plänen zu widersetzen. Informieren und engagieren sie sich. Werden sie Mitglied bei LeO e.V., kontaktieren Sie ihre Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker.

 

2. Präsentation: Blühwiesenprojekt

 

Das Projekt hatte im Herbst 2017 mit dem ersten Bearbeiten einer der drei Flächen begonnen. Die beiden anderen Grundstücke wurden erst im März 2018 vorbereitet.

 

Vorgehensweise beim Anlegen einer Blühfläche:

 

  • Begradigung
  • Umpflügen
  • Eggen bzw. Walzen
  • Aussaat und festwalzen

 

Die Aufbereitung der Fläche gestaltete sich schwieriger, als gedacht. Es stellte sich heraus, dass der Lehmboden mit schwerem Gerät bearbeitet werden musste. Klaus Herbig bot uns an, den Boden mit seinem Traktor einzuebnen. Seinen Arbeitseinsatz stellte er uns nicht in Rechnung.  Vielen Dank dafür! Danach versuchte Herr Wipfler  das Grundstück mit seinem Holder zu pflügen. Leider war die Erde so schwer, dass er aufgeben musste. Herzlichen Dank für diese Unterstützung! Nach vielen Telefonaten fanden wir heraus, dass uns nur Herr Fath aus Vorderheubach weiterhelfen konnte. Er kam mit seinem Traktor und pflügte die Fläche um. Anschließend walzte er den Boden. Endlich war es soweit! Wir konnten die Samen ausbringen.  Die Frühlingssonne schien, doch der Regen blieb aus. Trotz allem entwickelten sich die Pflanzen im Laufe der Zeit prächtig.

 

Im Vergleich zu der Fläche im Kaltenbrunnenweg, ließen sich die anderen beiden Grundstücke in Eiterbach und Vorderheubach besser bearbeiten.

 

Mit dem Ergebnis waren wir sehr zufrieden. Auf allen Flächen blühten die Blumen wunderschön und es brummte und summte überall.  Herzlichen Dank auch an Herrn Markus Sonnberger, der die Blumen bestimmte und in einer Liste eintrug. Im Internet finden Sie die Blühflächen unter „Blühende Landschaften“. Unsere Projektdokumentation ist auf unserer Homepage: www.lebenswerter-odenwald.de hinterlegt. Wir setzen das Projekt dieses Jahr fort und suchen noch weitere Insektenfreunde, die sich bereit erklären, Blühflächen anzulegen. Wir stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Alle drei Blühflächen werden noch durch Insektenhotels bereichert, die unter fachmännischer Anleitung durch Johannes Fink gebaut werden sollen.