LeO-Treff am 20. Mai 2026 ab 19:00 Uhr
Wir laden alle Interessierten und Mitglieder zu unserem nächsten LeO-Treff ein.
In geselliger Runde können wir uns austauschen, es können Fragen beantwortet und rege diskutiert werden.
Treffpunkt: ab 19:00 Uhr im Restaurant ODA (TSG Wilhelmsfeld) in Wilhelmsfeld
Es wäre schön, wenn ihr euch anmelden könntet, damit wir den Platz entsprechend reservieren können (E-Mail).
Vielen Dank.
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Waldmobil Sommerferienprogramm
Martina Gaudes konnte das Waldmobil für den Feriensommer wieder organisieren für
Freitag, den 14. August 2026
Das Waldmobil wird mit den Spendengeldern des Benefizkonzertes 2025 bezahlt.
Weitere Infos folgen.
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Mitglieder-Sommerfest am 22. August 2026 ab 17:00 Uhr
Auf dem Grundstück von Harald Fay
Weitere Infos folgen.
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8. Herbst-Benefizkonzert:
am Freitag, 13. November 2026 um 19:00 Uhr
weiter Infos folgen
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Rückblick auf die Biberexkursion mit Dr. Ulrich Weinhold am 28. März 2026
Am Samstag um 09:45 Uhr meinte es das Wetter gut mit uns. Wir trafen uns auf dem Parkplatz der Carl-Freudenberg-Grundschule in Schönau bei zwar kaltem, jedoch trockenem Wetter. Durch den Biologen und Biberbeauftragten des Regierungspräsidiums Dr. Ulrich Weinhold erhielten wir eine kurze Einführung. Das Fell des Bibers besteht aus bis zu 23.000 Haare pro cm² (im Vergleich zur menschlichen Kopfhaut, welche ca. 230 Haare pro cm² aufweist). Diese hohe Felldichte ist auch dringend notwendig, denn es schützt den Biber vor Nässe und Kälte. Der Biber hat keine natürlichen Feinde. Leider finden jedoch einige Biber den Tod im Straßenverkehr. Dieser tolle Baumeister steht im Steinachtal unter wohlwollender Beobachtung. Er gilt in Deutschland als streng geschützte Art nach dem Bundesnaturschutzgesetz und EU-Recht und darf nicht gejagt werden. Jedoch gibt es Ausnahmegenehmigungen, wenn der Nager z.B. einen erheblichen Schaden anrichtet oder Gefahr in Verzug ist. Leider wurde die neue „Biber-Verordnung“ in Baden-Württemberg, welche die Tötung von diesen Säugetieren erleichtert, im Januar 2026 beschlossen und ist seit dem 02. Februar 2026 in Kraft getreten. Der BUND startete zusammen mit dem NABU Baden-Württemberg eine Petition gegen diese Vereinfachung, welche vom Petitionsausschuss wahrscheinlich im Sommer 2026 öffentlich verhandelt wird. „Stoppt das geplante Biber-Töten”“ lautet das Motto. Der BUND und NABU BA-WÜ setzt sich mit dieser Petition „für ein kluges Management statt sinnlosem Biber-Töten“ ein. Nachlesen kann man das auf den Seiten der angegebenen Naturschutz- und Umweltverbände.
Nach einem kurzen Fußmarsch kamen wir an der Sammelstelle Erlebnisstelle „Oberes Tal“ an. Dort trafen wir die andere Hälfte der Interessierten an, welche mit dem Fahrrad hinfuhren. Nach einer weiteren Einführung ging es dann mit 42 Personen über die Wiese an die Steinach.
Entgegen mancher reißerischen Nachrichten in der ein oder anderen Tageszeitung kann man sehr gut mit dem Biber im Einklang leben. Sollte dieses Nagetier zum Beispiel durch den Bau seiner Burg oder einer Staustelle das Wasser stauen und es zu Überflutungen kommen, welche negative Auswirkungen haben könnten, kann man diesem gut entgegenwirken, ohne den Biber zu be- oder verjagen. Auch wenn der ein oder andere Baum dem Biber „zum Opfer“ fällt hat sich gezeigt, dass die Baumbestände gut nachwachsen. Der Biber ist sehr sozial. Leider überlebt nicht jedes Jungtier das erste Lebensjahr. Da dieses Säugetier zu den sogenannten K-Strategen gehört, investieren sie viel Zeit und Energie in die Aufzucht und Fürsorge in die wenigen Nachkommen, welche sie haben. Entgegen stehen die R-Strategen, die die Energie in die Erzeugung möglichst vieler Nachkommen einsetzen.
Immer wieder erhielten wir viele wertvolle Informationen und beeindruckende Beweise des Lebens des Bibers an der Steinach.
Anfang des 19. Jahrhunderts galt der Biber in Deutschland als fast vollständig ausgestorben. Dank eines Bestands an der Elbe und vor allem der Auswilderungen durch Tierschützer und Tierschutzprojekte des Elsass, der Schweiz und Bayern (Donau, Elbe) konnte der Biber auch in Deutschland wieder angesiedelt werden. Biber wandern, was durch Verwandtschaftsverhältnisse der Biber am Main und Neckar dokumentiert werden kann. Auch unser Steinachtal war bisher nur als „Durchwanderroute“ bekannt. Es scheint nun, dass ein Biber sich heimisch eingerichtet hat. Bei der Exkursion zeigte uns Ulrich Weinhold die Biberspuren, ob nun abgenagtes Holz, gefällte Bäume, Biberbau und Biberrutsche. Überall konnten wir Spuren von diesem interessanten Nagetier entdecken. Der Biber liebt die Ruhe. Im Steinachtal hat er die beste Voraussetzung dafür, da das Land nicht durch Ackerbau bewirtschaftet wird. Es weiden Pferde auf der Wiese und es handelt sich um ein FFH-Gebiet. Wenn wir Menschen seinen Lebensraum respektieren, dann sollte er sich hier auch wieder ansiedeln können. Darauf hoffen wir. Sollte der Biber einen Baum auserkoren haben, welcher bei Fall die Straßensicherung gefährden könnte, so wird dies von den „Beobachtern“ z.B. den Biberbeauftragten Dr. Ulrich Weinhold entsprechend gemeldet. Der Baum wird dann kontrolliert gefällt und kann trotzdem vom Biber „weiterbe- und verarbeitet“ werden. Der Biber ist eine heimische Tierart, welche gestärkt werden soll. Er gilt als „Ökoheld“, da er durch seine Bauten die Biodiversität fördert. Durch ihn entstehen neue Lebensräume für Tiere (Fische, welche sich in den Bauten unter Wasser verstecken können, Frösche, welche neue Laichgründe erobern können und so weiter). Die Renaturierung von Gewässern kann durch seine Dämme unterstützt werden.
Ulrich Weinhold hat uns mit seiner sehr interessanten Vortragsweise und anschaulichen Beispielen kurzweilig in die Welt des unseres größten europäischen Säugetiers mitgenommen. Die Zeit verging wie im Fluge. Wir danken Ulrich Weinhold herzlich für seine Zeit und seine beeindruckenden Einblicke in die Biberwelt – dem Baumeister der Wildnis.
Wie bereits schon erwähnt, liebt unser nachtaktiver Ökoheld seine Ruhe. Daher sollte man ihn auch nicht durch unnötige Besuche stören. Wenn Sie Interesse haben die Biberburg, welche in der Entstehungsphase ist, zu sehen, dann schließen Sie sich bitte gerne einer geführten Exkursion unter fachkundiger Leitung an. Bei Fragen sprechen Sie uns bitte an.
Auf ein weiterhin gutes Zusammenleben zwischen Biber und Mensch.
Sandra Fay
Bild 1: ca. 2 jähriger präparierter Biber; er kam bei einem Verkehrsunfall zu Tode
Bild 2: Unsere Gruppe bei der Einführung
Bild 3: Uli Weinhold zeigt uns die "Bearbeitungsspuren" des Bibers
Bild 4: gefällte Bäume durch den Biber - hier sieht man auch, dass die Bäume hohl waren
Bild 5: entrindete Bäume; der Biber hat noch genug zu tun
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Rückblick auf die Dorfputzaktion am 21. März 2026 in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Heiligkreuzsteinach
Heiligkreuzsteinach rechtzeitig „frühlingsfein“ gemacht
Am Samstag, dem 21.3. fand in gewohnter Kooperation mit der Gemeinde wieder unsere alljährliche Dorfputzaktion statt. Rund 30 motivierte Helfer, darunter erfreulicherweise auch viele Kinder, beteiligten sich an der Aktion und setzten damit ein starkes Zeichen für den Umwelt- und Gemeinschaftssinn im Ort. Ein starkes Zeichen ist es auch jedes Mal, dass unsere Bürgermeisterin sich immer wieder begeistert mit einbringt.
Pünktlich um 10:00 Uhr trafen wir uns am Karl-Brand-Platz. Frau Pfahl begrüßte die bunte Truppe und bedankte sich vorab schon mal bei allen Gekommenen für ihr Engagement. Arbeitsmaterialien wurden ausgeteilt und Einsatzgebiete festgelegt. Anschließend schwärmten die Gruppen aus, um Wege, Grünflächen und Waldränder von achtlos weggeworfenem Müll zu befreien und unser Dorf gemeinsam „frühlingsfein“ zu machen.
Auch aus der Obergemeinde Hilsenhain gab es tatkräftige Unterstützung: Es hatte sich eigens eine Gruppe gebildet, die dort unterwegs war und Unrat aufsammelte. Neben den üblichen Abfällen stießen die Sammler unter anderem auf große Mengen alten Maschendraht.
Nach rund drei Stunden intensiven Bückens und Auflesens kehrten alle glücklich zum Karl-Brand-Platz zurück, wo wir bereits von unserer Bürgermeisterin mit einem liebevoll angerichteten, üppigen, herzhaften Snack und Getränken empfangen wurden – eine wohlverdiente Stärkung nach getaner Arbeit.
Die Ergebnisse der Sammelaktion konnten sich sehen lassen: Die Ladefläche des Transporters war vollständig mit Müllsäcken gefüllt. Besonders auffällig war auch in diesem Jahr die Anzahl an entsorgten Autoreifen sowie größere Mengen an Bauschutt, vermutlich aus Wohnungssanierungen. Daneben wurden die üblichen Abfälle wie Flaschen, Dosen, Zigarettenkippen und Verpackungen eingesammelt. Positiv hervorzuheben ist, dass die Menge an Alkoholflaschen im Vergleich zu den Vorjahren zurückgegangen ist – möglicherweise ein Zeichen dafür, dass frühere „Altlasten“ inzwischen weitgehend beseitigt wurden.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Helferinnen und Helfern, die mit viel Einsatz dabei waren und zum Erfolg beigetragen haben. Die Dorfputzaktion hat einmal mehr gezeigt: Gemeinsam lässt sich einiges bewirken – und Heiligkreuzsteinach startet sauber und „frühlingsfein“ in die neue Jahreszeit!
Manuela Palmer
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Rückblick auf die Jahreshauptversammlung am 18. März 2026
Am 18. März 2026 fand unsere diesjährige Jahreshauptversammlung statt. Nachdem Martina Gaudes unsere 1. Vorsitzende die Mitglieder und unsere Bürgermeisterin Sieglinde Pfahl begrüßt hatte, wurde die ordnungsgemäß durchgeführten Einladungen und die Beschlussfähigkeit durchgeführt. Die Tagesordnung wurde einstimmig genehmigt.
Rechenschaftsbericht / Jahresbericht des Vorstands
Rückblick auf die Aktivitäten des Vereins des vergangenen Jahres 2025:
Harald Fay (Schatzmeister) erstellte eine Präsentation „Rückblick der Aktivitäten 2025 des Vereins“. Vorgestellt werden die einzelnen Aktionen von Martina Gaudes (1. Vorsitzende), Bernhard Stay (2. Vorsitzender) und Manuela Palmer (3. Vorsitzende).
Auch in 2025 haben wir viel geleistet und können auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. 11 Veranstaltungen wurden von LeO organisiert und durchgeführt. Hierzu zählen u.a. Bau der Eiablagestätte für die Äskulapnatter, Vorträge, Vogelbeobachtung, LeO-Treffs etc. und das alljährliche wunderschöne und immer „etwas andere“ Benefizkonzert.
An 4 weiteren Veranstaltungen haben Vertreter von LeO zusätzlich teilgenommen.
Der LeO-Kalender „Oden-Wunder-Wald“ war in 2025 ein voller Erfolg. Wir mussten Kalender nachbestellen, so dass wir 75 Kalender verkaufen konnten (kompletter Bestand).
Für dieses Jahr haben wir bereits einige Veranstaltungen geplant bzw. sind noch in Planung.
Die Kassenprüfer haben vorgeschlagen, den Schatzmeister und den Vorstand zu entlasten, was auch einstimmig angenommen wurde. Gelobt wurde die exzellente Kassenführung.
Als 1. Kassenprüfer wurde Christoph Randt mit einer Enthaltung gewählt.
Vorschau der Aktivitäten:
Ø Regelmäßig Vorstandssitzungen
Ø 2. Offenlage Vorrangflächen Windkraftanlagen im Rhein-Neckarkreis (am 16. März 2026 beendet)
Ø Dorfputzaktion am Samstag, dem 21.03.2026, 10:00 - 13:00 Uhr
Ø Anlage eines Feuchtbiotops im Eiterbachtal
Ø Äskulapnattern in Heiligkreuzsteinach
Hier muss die Eiablagestätte umgegraben und akribisch nach Eihüllen untersucht werden (im Herbst).
Ø Biberwanderung mit Uli Weinhold am Samstag, 28. März 2026 von 10:00 - 12:00 Uhr zwischen Altneudorf und Schönau;
Ø LeO-Treff: Mittwoch, 20.05.2026 in Wilhelmsfeld; Gaststätte ehemals Olympia – jetzt ODA (Sportplatz) um 19:00 Uhr
Ø Waldmobil Sommerferienprogramm: Martina Gaudes konnte das Waldmobil für den Feriensommer wieder organisieren für Freitag, den 14. August 2026. Das Waldmobil wird mit den Spendengeldern des Benefizkonzertes 2025 bezahlt.
Ø Unser alljährliches Sommerfest wird wieder auf dem Grundstück von Harald Fay am Samstag, den 22. August 2026 ab 17:00 Uhr stattfinden.
Ø Das LeO-Benefizkonzert findet statt am Freitag, den 13. November 2026 ab 19:05 Uhr in der Evangelische Kirche Heiligkreuzsteinach
Mit großem Bedauern gedachten wir an unser verstorbenes Mitglied Claudia Kurz, die uns mit nur 59 Jahren nach schwerer Krankheit verlassen musste. Claudia war immer sehr hilfsbereit und hat uns bei unseren festlichen Aktivitäten und Veranstaltungen sehr unterstützt.
Vorschläge für weitere Aktionen
- Der Signalkrebs gilt bei uns in Deutschland als „invasive Art“. Diese Krebsart bedroht unsere einheimischen Krebse. Wenn sie Überhand nehmen dann sind auch die Fische, andere wirbellose Tiere und Wasserpflanzen bedroht. Dieses Thema greifen wir auf.
- Protestwanderung zum Weißen Stein, um auf die Kahlschläge in den Wäldern aufmerksam zu machen
Abschließend bedankte sich die 1. Vorsitzende Martina Gaudes bei jedem Vorstand für die geleistete Arbeit und vor allem bei den Mitgliedern für Ihre Treue und stetige Unterstützung. Hervorheben möchte Martina Gaudes, dass LeO e.V. nicht nur gegen den Bau von Windkraftanlagen in unseren heimischen Wäldern kämpft, sondern dass vor allem die Natur im Fokus unseres Vereins steht. Wir kämpfen für die Natur, ziehen zur Klärung unserer Fragen Biologen bzw. entsprechende Experten hinzu und lernen stetig mehr.
Martina Gaudes & Sandra Fay