Aktuelle    Termine

 

__________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

RückblickE auf Veranstaltungen des Vereins Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach e.v. (LeO e.V.)

Rückblick auf die Protestwanderung am 11.05.2019 zum "Weißen Stein"

 

 

Am 11.5.2019 fand gemeinsam mit der BI „Rettet den Odenwald“ unsere Protestwanderung gegen einen zügellosen Windkraftausbau im Odenwald statt. Trotz regnerischen Wetters und ungemütlicher Temperaturen kamen ca. 90 Naturfreunde und Umweltschützer zum Treffpunkt am „Langen Kirschbaum“. Die anschließende Wanderung zum „Weißen Stein“ führte uns direkt an den geplanten Windkraftstandorten vorbei. Dr. Richard Leiner von der Organisation „Rettet den Odenwald“ erläuterte, dass die WEAs in einer steilen Hanglange errichtet werden sollen. Dies bedeutet massive Erdbewegungen und damit auch dramatische Eingriffe in den Wasserhaushalt, den Waldboden und die gesamte Natur. Zu erwähnen ist noch, dass diese Anlagen dann lediglich 1 km von Wilhelmsfeld entfernt wären und das Ortsbild dominieren würden. Komplett ungeklärt sind die Auswirkungen von Lärm und Infraschall auf die Anwohner.

 

In der Höhengaststätte angekommen begrüßte unsere Vorsitzende, Martina Gaudes, die Anwesenden. Ronny Knierim sorgte für das musikalische Rahmenprogramm mit seinem selbstgedichteten „Odenwaldblues“. Im folgenden Redebeitrag berichtete Dr. Richard Leiner über die Pläne, welche die hessischen und baden-württembergischen Politiker mit dem Odenwald vorhaben. Eindeutig erkennbar ist die Tatsache, dass man die Stadtbevölkerung mit den „Segnungen“ der Windindustrie nicht belästigen will. Die Windindustrieanlagen sollen möglichst fern der Städte und deshalb auch im Odenwald gebaut werden. Dass diesem Vorhaben Umwelt- und Naturschutz entgegenstehen, scheint keinen der politischen Entscheidungsträger dabei zu interessieren. Trotz nachgewiesener Vorkommen streng geschützter Tierarten wie Schwarzstorch und Rotmilan (der Weltbestand beider Arten beträgt jeweils gerade mal 20.000 Paare) wird geplant, als ob es diese Tiere im Odenwald nicht gäbe. In Hessen hat man hier sogar den Vorteil, dass 2008 viele Landschaftsschutzgebiete – u.a. große Teile des Odenwalds – aufgehoben wurden, denn die hätten den Windkraftausbau nur behindert. Richard Leiners Hauptanliegen ist es, die letzten halbwegs zusammenhängenden Buchen- und Laubmischwaldregionen wie den Odenwald dauerhaft unter Schutz zu stellen und damit einen frühen Nachhaltigkeitsgedanken wieder aufzugreifen, der Pate bei der Entdeckung des Odenwaldes als Natur- und Naherholungsgebiet gestanden hat.

 

Im Anschluss erläuterte Johannes Fink die potentiellen Auswirkungen auf die Bürgerinnen und Bürger des GVV Schönau, wenn die Windkraftplanungen der Politik Wirklichkeit werden sollten. Zu den bereits bestehenden zehn Anlangen in Grein und am Stillfüssel kommen in unmittelbarer Nähe sechs weitere Vorranggebiete hinzu. Jede dieser Zonen bietet Platz für drei bis sechs 250 Meter hohe Windindustrieanlagen. Werden die Planungen wahr, dann wird sich über den Köpfen der Menschen Windrad an Windrad reihen. Unvorstellbar, dass ein Mensch hier in Zukunft noch leben will. Die Hauptverantwortung für diese geplante Naturzerstörung sah der Referent bei den Grünen Politikern, die seiner Meinung nach mehr nach ihrer Ideologie und weniger nach den messbaren positiven Effekten für die Gesellschaft und das Klima handeln. Zudem äußerte sich Johannes Fink enttäuscht darüber, dass keiner der GVV Bürgermeister anwesend war. Er meinte, dass hier wohl noch etwas Überzeugungsarbeit geleistet werden müsse.

 

Zum Abschluss zeigte Herr Rainer Hofmann von der „BI Greiner Eck“ eine eindrucksvolle Präsentation mit Fotos und Hintergrundinformationen, wie das besonders geschützte Flora-Fauna-Habitat in Grein zu einem Windindustriegebiet verwandelt wurde. Wo zuvor noch geschlossener Wald war, wurden für die Windkraft gigantische Wunden in die Natur gerissen. Zu allem Überfluss ist der zur Befestigung verwendete Schotter nachweislich mit Arsen kontaminiert. Die langfristigen Auswirkungen auf das Trinkwasser sind ungewiss. Für uns als Verein stellt sich die Frage, ob der Odenwald weiterhin ein UNESCO GLOBAL GEO-PARK bleibt oder in ein Windindustriegebiet umgewandelt wird.

 

 

Rückblick auf den achten LeO Stammtisch im Gasthaus "Goldener Hirsch" in Heiligkreuzsteinach am 25.04.2019

Am Donnerstag,  25.04.2019 fand um 19:00 Uhr unser achter Stammtisch statt. Diesmal trafen wir uns in der  Gaststätte "Goldener Hirsch" in Heiligkreuzsteinach. Es fand unter anderem ein regen Informationsaustausch über die Programme der Parteien für die nächste Wahl statt. Des weiteren gab es Information über den Stopp von zwei geplante Windindustrieanlagen.  Der Stopp am Flockenbusch kann sich jedoch negativ für uns Auswirken.

 

 

 

Rückblick auf die Jahreshauptversammlung Dorfputzaktion am Freitag 29. März 2019 in Eiterbach

 

Am letzten Freitag fand die Jahreshauptversammlung unseres Vereins statt. Nachdem der Vorstand und der Schatzmeister durch die Mitgliederversammlung entlastet wurden, fanden die Neuwahlen statt.

 

Der neu gewählte Vorstand besteht aus:

 

1. Vorsitzende: Martina Gaudes

2. Vorsitzender: Bernhard Stay

3. Vorsitzende: Manuela Palmer

4. Schatzmeister: Harald Fay

5. Schriftführerin: Martina Hildenbrand

6. Kassenprüferinnen: Anja Schork-Raabe, Gwenaëlle Matthies

 

Im Namen des Vorstands möchte ich mich sehr herzlich bei Gerhard Neumann bedanken, der die Wahlleitung sehr gut vorbereitet übernahm und bei allen anwesenden Mitgliedern, die uns sehr positive Rückmeldungen für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr gaben.

 

Letzte Woche erhielten wir noch die gute Nachricht, dass der Bau von drei geplanten Windkraftanlagen am Flockenbusch vom Verwaltungsgericht Darmstadt abgelehnt wurde.

 

Martina Gaudes

 

 

Rückblick auf die Dorfputzaktion am Samstag  23. März 2019 in Heiligkreuzsteinach

 

Unser Dorf putzt sich heraus

 

 

Die Dorfputzaktion am letzten Samstag war ein voller Erfolg! Wir waren überwältigt von den vielen Helfern, die morgens um 10.00 Uhr auf dem Karl-Brand-Platz erschienen. Sogar die ganz Kleinen unterstützten die Aktion mit vollem Einsatz. Unser Dank gilt der Vielzahl von Vertretern der örtlichen Vereine und Parteien und auch der Bürgermeisterin, Frau Pfahl, die unsere Initiative sehr tatkräftig unterstützte und mit umsetzte.
Nachdem die Gruppen sich abgesprochen hatten, wer welche Bereiche übernimmt, ging es mit vollem Einsatz los. Ein Teil unseres LeO-Teams übernahm die Landstraße und den Bach von Heiligkreuzsteinach bis ins hintere Eiterbachtal. Gleich in dem kleinen Wäldchen zwischen Heilig und Eiterbach wurden wir leider sehr fündig. Unmengen von Glasflaschen, Plastikresten und einen Beutel mit Müll, der in die grüne Tonne gehört hätte, waren überall auf dem steilen Abhang verteilt. Wir kletterten wie die Bergziegen hoch und hinunter, um an die Abfälle zu gelangen. Auch viele „Coffee to go“-Becher flogen auf den Wiesen herum. Es ist schon sehr schade, dass die Menschen alles so achtlos in die Natur werfen, obwohl wir ein gut funktionierendes Müllentsorgungssystem haben. Interessant sind die Verrottungszeiten von verschiedenen Abfällen. Getränkedosen benötigen 80 -200 Jahre, Chipstüten 80 Jahre, PET-Flaschen bis zu 500 Jahren bis sie zersetzt sind. Spitzenreiter ist die Glasflasche. Da sie aus Quarzsand besteht, verrottet sie nicht. Sie kann bis zu 1 Million Jahre bestehen.

 

Um 13.00 Uhr trafen sich alle fleißigen Sammler wieder am Karl-Brand-Platz. Alle Gruppen hatten ähnliche Erfahrungen gemacht wie wir. Auf den Anhängern türmte sich der Müll. Zum Abschluss verwöhnte uns die Gemeinde noch mit einem sehr leckeren Imbiss, der bei herrlichem Sonnenschein im „Grünen Klassenzimmer“ der Grundschule genossen wurde.

 

Die Dorfputzaktion war also ein sehr wichtiger Beitrag für einen aktiven Naturschutz, insbesondere, wenn man an die unglaublich langen Verrottungszeiten denkt. Wenn alle zusammen helfen, kann man viel erreichen!

 

 

Martina Gaudes mit dem Vorstand

 

 

 

Rückblick auf den Vortrag von Niko Paech am 04.02.2019 in der Uni-Heidelberg

Thema: Klimaschutz und wie das weltwirtschaftliche Wachstum diesen beeinflusst

 

Nachhaltigkeit im Klimaschutz

Der Volkswirtschaftler Niko Paech, einer der bedeutendsten deutschen Wachstumskritiker, war am Montag den 04. Feb. 2019 in der Uni-Heidelberg zu Gast. Eine kleine Delegation der BI LeO hat sich seinen Vortrag nicht entgehen lassen.

Niko Paech referierte zum Thema Klimaschutz und wie das weltwirtschaftliche Wachstum diesen beeinflusst. Er machte deutlich, weshalb der eingeschlagene Weg der deutschen Energiewende nicht zum Ziel, nämlich einer drastischen Senkung des CO2 Ausstoßes, führen kann. Sein Lösungsansatz ist unbequem, denn er hält uns Menschen einen Spiegel vor.

Folgende Thesen stellt er in den Raum:

  • Ökologische Probleme (z.B. Klimaschutz) können durch technischen Fortschritt allein nicht gelöst werden
  • Wirtschaftswachstum kann nicht von Umweltschäden entkoppelt werden. Ein „Grünes Wachstum“ gibt es nicht
  • Die Lösung kann nur Selbstbeschränkung lauten, speziell bei der Mobilität (z.B. Flugreisen) und beim Konsum

Ausgehend von der Frage, was es grundsätzlich bedeute, sich nach dem Postulat Klimaschutz zu verhalten, nahm Herr Paech den CO2 Ausstoß des Einzelnen in den Fokus. Nach aktueller Berechnung beträgt dieser pro Kopf in Deutschland ca. 12 Tonnen im Jahr. Damit ist er ca. 4 – 5-mal so hoch, wie er, verteilt auf die ganze Weltbevölkerung, als obere Belastungsgrenze für unseren Planeten zu tolerieren wäre. Doch wie können wir einen entsprechenden Wert von 2,5 Tonnen pro Person erreichen?

Das es dazu unterschiedliche Vorstellungen und gegensätzliche Ansätze gibt, liegt auf der Hand. Herr Paech stellte hier die Grüne Wachstumsideologie gegen eine Postwachstumsökonomie (Degroth).

Die aktuelle Form der Energiewende folge den Prinzipien des Grünen Wachstums. Da die Kosten der Energiewende jedes Jahr mehr als 30 Milliarden betragen und der CO2 Ausstoß trotz des Zubaus von Wind- und Solaranlagen so gut wie nicht reduziert werden konnte, sieht er diesen Ansatz als nicht erfolgversprechend an. Im Gegensatz dazu fordert er einen an Nachhaltigkeit orientierten, reduzierten Energieverbrauch, der Konsequenzen für den Lebensstil des Einzelnen hat. So stellte Herr Paech z.B. Flugreisen und Kreuzfahrten als vernichtend für jede CO2 Bilanz dar. Wussten Sie, dass allein 3 Kraftwerke mit der Dimension von je 1000 MW notwendig seien, um jede Nacht die digitalen Endgeräte in Deutschland aufzuladen? Wo überschreiten wir sinnvolle Entwicklungsgrenzen hinsichtlich des Natur- und Arten­schutzes auch in Hinblick auf technische Machbarkeit und ihre Finanzierung?

Herr Paech sprach über verschiedene Möglichkeiten, wie jeder Einzelne etwas zum Klimaschutz beitragen könne. Dabei wurde deutlich, dass ein Klimaschutz Bestandteil unserer Lebensweise sein muss. Jedes Handeln, jeder Einkauf, jede Autofahrt etc. hat Konsequenzen und verändert die CO2 Bilanz. Ein veränderter, an Nachhaltigkeit orientierter Lebensstil wurde als Lösungsansatz zu dem Motto „weiter so wie bisher“ von Herrn Paech dringend empfohlen. Dazu hatte er 17 Anregungen, wie jeder Einzelne von uns zum Klimaschutz beitragen könne, zusammengestellt. Eine davon war z.B. der „Einkauf von regionalen und saisonalen Produkten“, eine andere “Nicht alles kaufen, sondern gemeinsam mit anderen Produkte nutzen“. Das kann von Car-sharing, der Teilnahme bei HUSCH, bis zur Anschaffung einer gemeinsamen Gefriertruhe etc. innerhalb einer Hausgemeinschaft vieles mehr umfassen. Ziel ist für Herrn Paech der Umbau und Rückbau als Integrative Energiewende, ein Kompromiss zwischen beiden Ansätzen. Für den Umbau sind technische Lösungen erforderlich, die zu einer Optimierung und Speicherung beitragen können. Für den Rückbau steht der oben beschriebene andere Lebensstil. Als weitere Stichworte seien hier Genügsamkeit und Selbstversorgung genannt.

Dies hört sich jetzt erst einmal nicht prickelnd an, wer will schon gerne auf seinen gewohnten Komfort verzichten. Doch bei näherem Hinsehen scheint es eine einfache Alternative, die in eine Sackkasse geratene, zu teure Energiewende umzusetzen. Denn es gibt nur eine Erde und keinen Planeten B. Die Änderung der CO2-Bilanz jedes Einzelnen ist für die Erhaltung einer lebenswerten Atmosphäre notwendig. „Informieren Sie sich über den eigenen CO2 Rucksack und senken Sie Ihren Ausstoß.“ Im Internet werden verschiedene Seiten zur Berechnung der eigenen CO2 Bilanz angeboten oder informieren Sie sich z.B. in dem Buch „Pendos CO2 Zähler“.

 

Johannes Fink      Manuela Palmer     Wolfgang Roesch

Rückblick auf den 7. LeO Stammtisch in Eiterbach in dem Gasthaus "Zur goldenen Krone" am 18.01.2019

 

Am 18.01.2019 trafen sich Mitglieder, Freunde und Gönner von LeO e.V. zum regelmäßigen Stammtisch in der Krone in Eiterbach. Ein Hauptthema an diesem Abend war der geplante Ausbau der Windkraft rund um Heiligkreuzsteinach. Ursprünglich sollte am 14.12.2018 die Regionalversammlung Südhessen über den Plan des Regierungspräsidiums Darmstadt entscheiden, der mehr als 3.000 (!) ha Windkraftvorrangfläche mitten in den Wäldern des Odenwaldes vorsieht. Das hätte bedeutet, dass der Weg frei gemacht würde für hunderte von Windrädern im Wald. Einer der ältesten Naturparks sollte zum Industriegebiet umgewandelt werden. Diese Entscheidung wurde erst einmal auf das Frühjahr 2019 vertagt, da die Vorlage des RP Darmstadt offensichtlich gravierende Mängel enthält. Der Odenwald ist eines der letzten noch halbwegs zusammenhängenden großen Laubmischwaldgebiete Deutschlands - unersetzlicher Lebensraum für bedrohte Wald-Tierarten wie Schwarzstorch, Uhu, Rotmilan, Grauspecht und viele Fledermausarten. Seit Generationen wird versucht, den Odenwald als Naturraum zu bewahren - Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete, europäische Schutzgebiete (Natura 2000) und sein Status als Naturpark zeugen von diesem Bemühen. Seit 2015 hat der Odenwald als Geo-Naturpark sogar den Rang eines UNESCO Weltkulturerbes.

 

Doch nicht nur die Hessen planen einen massiven Ausbau der Windkraft in unmittelbarer Nähe unserer Gemeinde, hinzu kommen noch die Pläne auf der Baden-Württemberger Seite, die der Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim derzeit umsetzt. Beide Gruppierungen, die Regionalversammlung Südhessen und der Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim, weisen Vorranggebiete direkt an den jeweiligen Landes- und Gemarkungsgrenzen aus. D.h. möglichst weit weg von den Städten und direkt im Odenwald. Für Heiligkreuzsteinach bzw. die Mitglieder im Gemeindeverwaltungsverband Schönau ist das eine Katastrophe. Als Nichtmitglieder haben sie erst einmal kein Stimmrecht. Einwände werden lediglich zur Kenntnis genommen und letztendlich dann wohl ignoriert.

 

Zur Abstimmung in Hessen direkt um Heiligkreuzsteinach stehen derzeit folgende Windkraftvorranggebiete an:

 

-          Löffelsbuckel (Nähe Stiefelhöhe)

 

-          Hardberg (Oberhalb der Lichtenklinge / Gemarkungsgrenze zu Heiligkreuzsteinach)

 

-          Flockenbusch (Unter-Schönmattenwag)

 

-          Hinzu kommen die bereits bestehenden Anlagen am Greiner Eck und am Stillfüssel, die

 

            erweitert werden können.

 

Der Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim plant derzeit folgende Vorranggebiete in unmittelbarer Nähe:

 

-          Heiligkreuz/Rippenweiher

 

-          Ursenbach (Ursenbacher Höhe)

 

-          Weißer Stein (Gemarkung Dossenheim)

 

-          Hinzu kommen eventuell weitere Vorranggebiete um Weinheim, da die grüne Landesregierung plant, die Umwelt- und 

 

            Naturschutzgesetze weiter aufzuweichen.

 

Wenn diese Pläne auch nur zum Teil verabschiedet werden sollten, dann werden die Auswirkungen auf die Gemeinde Heiligkreuzsteinach dramatisch sein. Die Vorranggebiete sind  nur wenige Kilometer von unserer Gemeinde entfernt. Auf jeder dieser Flächen werden mehrere Anlagen stehen. Über den Köpfen der Heiligkreuzsteinacher wird sich Windkraftanlage an Windkraftanlage reihen. Es ist die Landbevölkerung, auf deren Rücken eine nichtfunktionierende Energiewende durchgeführt werden soll. Aus diesem Grunde ist es geboten zu handeln und sich diesen Plänen zu widersetzen. Informieren und engagieren sie sich. Werden sie Mitglied bei LeO e.V., kontaktieren Sie ihre Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker.

 

2. Präsentation: Blühwiesenprojekt

 

Das Projekt hatte im Herbst 2017 mit dem ersten Bearbeiten einer der drei Flächen begonnen. Die beiden anderen Grundstücke wurden erst im März 2018 vorbereitet.

 

Vorgehensweise beim Anlegen einer Blühfläche:

 

  • Begradigung
  • Umpflügen
  • Eggen bzw. Walzen
  • Aussaat und festwalzen

 

Die Aufbereitung der Fläche gestaltete sich schwieriger, als gedacht. Es stellte sich heraus, dass der Lehmboden mit schwerem Gerät bearbeitet werden musste. Klaus Herbig bot uns an, den Boden mit seinem Traktor einzuebnen. Seinen Arbeitseinsatz stellte er uns nicht in Rechnung.  Vielen Dank dafür! Danach versuchte Herr Wipfler  das Grundstück mit seinem Holder zu pflügen. Leider war die Erde so schwer, dass er aufgeben musste. Herzlichen Dank für diese Unterstützung! Nach vielen Telefonaten fanden wir heraus, dass uns nur Herr Fath aus Vorderheubach weiterhelfen konnte. Er kam mit seinem Traktor und pflügte die Fläche um. Anschließend walzte er den Boden. Endlich war es soweit! Wir konnten die Samen ausbringen.  Die Frühlingssonne schien, doch der Regen blieb aus. Trotz allem entwickelten sich die Pflanzen im Laufe der Zeit prächtig.

 

Im Vergleich zu der Fläche im Kaltenbrunnenweg, ließen sich die anderen beiden Grundstücke in Eiterbach und Vorderheubach besser bearbeiten.

 

Mit dem Ergebnis waren wir sehr zufrieden. Auf allen Flächen blühten die Blumen wunderschön und es brummte und summte überall.  Herzlichen Dank auch an Herrn Markus Sonnberger, der die Blumen bestimmte und in einer Liste eintrug. Im Internet finden Sie die Blühflächen unter „Blühende Landschaften“. Unsere Projektdokumentation ist auf unserer Homepage: www.lebenswerter-odenwald.de hinterlegt. Wir setzen das Projekt dieses Jahr fort und suchen noch weitere Insektenfreunde, die sich bereit erklären, Blühflächen anzulegen. Wir stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Alle drei Blühflächen werden noch durch Insektenhotels bereichert, die unter fachmännischer Anleitung durch Johannes Fink gebaut werden sollen.