Roter Milan im Steinachtal

Der König unter den heimischen Greifvögeln.....

 

Aus der Nähe haben ihn wohl die wenigsten mal gesehen, aber gehört hat fast jeder schon von ihm. Die Rede ist vom Roten Milan, der immer dann im Gespräch ist, wenn wieder einmal Windkraftanlagen gebaut werden sollen, und damit sein Lebensraum ein ums andere Mal beschnitten wird. Dazu muss man wissen, dass der Rote Milan weltweit gesehen ein sehr seltener Greifvogel ist. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich hauptsächlich über Mitteleuropa, und mehr als die Hälfte des Weltbestandes von ca. 29.000 Brutpaaren (laut Wikipedia) entfällt dabei auf Deutschland! Auch aus diesem Grund ist es mehr als unverständlich, dass überhaupt Windräder im Odenwald gebaut werden dürfen, da er hier praktisch flächendeckend vorkommt.

 

Wer die Gelegenheit hat, diesen majestätische Vogel beim Beutemachen zu beobachten – etwa bei der Heuernte, wenn er nur wenige Meter über dem Boden zu schweben scheint –, der wird diesen Anblick nicht vergessen. Es scheint, als würde die Schwerkraft nicht für den Milan gelten. Federleicht schwebt er knapp über der Wiese um einen Moment später in über hundert Metern Höhe seine charakteristischen Kreise zu ziehen und aus dem Blickfeld zu entschwinden.

 

Im Bild ein Roter Milan beim Beutezug über dem Steinachtal.

 

 

Johannes Fink (Mitglied des Vereins Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach e.V.)