Wussten Sie schon....

 ...Majestätisch und bedroht, der König unter den heimischen Greifvögeln

 

 

Bald ist es wieder soweit. Ab Ende Februar kehrt er zurück, die Rede ist vom Roten Milan, der immer dann im Gespräch ist, wenn wieder einmal Windkraftanlagen gebaut werden sollen, und damit sein Lebensraum ein ums andere Mal beschnitten wird. Bei uns in und um Heiligkreuzsteinach gibt es mehrere Bruthorste dieses streng geschützten Greifvogels. Durch sein Jagdverhalten ist er durch die Windkraftanlagen besonders bedroht. In seiner Welt kommen sich drehende Windräder einfach nicht vor. Es ist daher nicht die Frage ob, sondern eher wann ein Milan mit einem Rotorflügel kollidieren wird. Je mehr WEAs gebaut werden, desto größer ist das Risiko von tödlichen Kollisionen. Gleiches gilt übrigens auch für viele andere Großvögel wie z.B. Mäusebussard, Wespenbussard oder Uhu. Der Rote Milan ist weltweit gesehen ein sehr seltener Greifvogel ist. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich hauptsächlich über Mitteleuropa, und mehr als die Hälfte des Weltbestandes von ca. 25.000 Brutpaaren entfällt dabei auf Deutschland! Auch aus diesem Grund ist es mehr als unverständlich, dass überhaupt Windräder in seinem Verbreitungsgebiet  gebaut werden dürfen. In Deutschland wird gerne mit dem Finger auf andere Länder gezeigt und darauf hingewiesen, dass Natur und Umwelt nicht mit dem nötigen Respekt behandelt werden. Vielleicht sollten wir einmal innehalten und „in uns gehen“ bzw. vor unserer eigenen Haustüre kehren.

 

Johannes Fink (Mitglied des Vereins Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach e.V.)

 

lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach e.V.
Roter Milan beim Beutezug über dem Steinachtal.